Klaus Wildbolz

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* 25.8.1937 Wien (A), aufgewachsen in Bern und Wien.

Matura im bündnerischen Samaden, Handelsdiplom, dann Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Erstes Engagement 1960–63 am →Stadttheater Luzern (unter anderem 1961 Ills Sohn in →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame", 1962 Flammberg in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn", 1963 Dolabella in Shakespeares "Antonius und Cleopatra", jeweils unter der Regie von →Horst Gnekow). 1963–70 war W. im Ensemble des Theaters in der Josefstadt Wien. Danach wirkte er als freischaffender Schauspieler unter anderem am Theater Baden-Baden (1967 Titelrolle in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua"), am Düsseldorfer Schauspielhaus, erneut am Stadttheater Luzern (1973 Bluntschli in "Helden, Helden", Udo Jürgens’ Musical-Fassung von Shaws "Helden", Regie: Jürg Bauer), am Theater an der Wien in Wien, an den Münchner Kammerspielen (1976 Jaromir in Hofmannsthals "Der Unbestechliche"), am Renaissance-Theater Berlin, an der Kleinen Komödie München (unter anderem 1982 Bluntschli in Shaws "Helden"), bei den Festspielen Heppenheim (1979 Petruchio in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", 1979 und 1983 Titelrolle in Hofmannsthals "Jedermann"), bei den Salzburger Festspielen (1982 guter Gesell in Hofmannsthals "Jedermann", mit Klaus Maria Brandauer) und in Bonn (1987 Hauptrolle in der Uraufführung von Elfriede Jelineks "Krankheit oder moderne Frauen", Regie: →Hans Hollmann). Populär wurde Wildbolz 1974/75 als Moderator der ARD-Showserie "Schnickschnack". Er spielte zahlreiche Fernsehrollen, darunter 1990 Max Lindemann in der Serie "Hotel Paradies", 1996–2000 Wenzel Hofer in der Serie "Schlosshotel Orth".



Autor: Mats Staub



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Staub, Mats: Klaus Wildbolz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 12105–2106.

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