Manfred Taubert

Aus Theaterlexikon
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<math>*</math> 27.12.1935 Berlin (D), † 7.3.1986 St. Gallen.

Ausbildung an der Ballettschule der Städtischen Oper Berlin bei Tatjana Gsovsky. Stipendium für ein Auslandsemester in Paris, dort Studium bei Nora Kiss. 1952–63 Tänzer an der Städtischen und an der Deutschen Oper Berlin, ab 1958 auch Choreograf. Gründete ein eigenes Ensemble, mit dem er auf Tournee durch Deutschland und bis nach Japan ging. 1963/64 Ballettmeister und Solotänzer in Salzburg, 1964–74 in Braunschweig, 1974–76 Ballettdirektor in Karlsruhe. Arbeitete auch in Frankfurt, München, Hannover, Würzburg und Saarbrücken. 1980–85 war T. Ballettdirektor am →Stadttheater St. Gallen und gab dort dem Ballett wieder die Bedeutung, die es früher unter →Mara Jovanovits und →Horst Lehrke hatte. Mit seinen gemischten Programmen und den Adaptionen abendfüllender Klassiker fand er grossen Anklang. Er verlangte Orchesterbegleitung und choreografierte 1980/81 Franz Liszts Klavierkonzert Nr.1 sowie Strawinskys "Pulcinella", 1981/82 Delibes’ "Coppélia", 1982/83 Orffs "Carmina burana" und Strawinskys "Der Feuervogel", 1983/84 Mendelssohn Bartholdys "Ein Sommernachtstraum", 1984/85 Debussys "Prélude à l’après-midi d’un faune", Schostakowitschs Klavierkonzert Nr.1 und die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin sowie 1985/86 Tschaikowskys "Nussknacker" und Strawinskys "Der Kuss der Fee". Daneben gestaltete er im Studio auch moderne Programme.



Autor: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Manfred Taubert, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1799.