May Sandoz

Aus Theaterlexikon
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* 25.6.1936 Luzern. Tochter des Opern- und Konzertsängers →Paul S.

Gesangsstudium an der →Musik-Akademie der Stadt Basel bei ihrem Vater. Bühnendebüt 1963 bei den Festwochen Interlaken als Königin der Nacht in Mozarts "Die Zauberflöte". Engagements 1964–66 am Staatstheater Braunschweig, 1966/67 am Landestheater Detmold, 1967–69 am Stadttheater Bremerhaven, 1969–74 an den Städtischen Bühnen Dortmund und 1972–88 als ständiger Gast an der Oper der Stadt Köln. Eine zentrale Stellung in S.s Repertoire nahm die Partie der Königin der Nacht ein. Diese sang sie unter anderem an den →Basler Theatern (1974/75), am →Stadttheater Bern, in Dortmund (1984), an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, beim Glyndebourne Festival (1978), beim Festival von Gran Canaria (1986), in Köln (1972–88), Lübeck (1972), an der Bayerischen Staatsoper München, an der Metropolitan Opera New York (1979), an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, an der Staatsoper Wien (1972–76) und am →Opernhaus Zürich (1977–80). Seit 1963 zahlreiche Gastverpflichtungen in Barcelona, Berlin (Deutsche Oper und Staatsoper Unter den Linden), Bonn, Bremen, beim Holland Festival Den Haag, in Essen, Frankfurt am Main, Haifa, Hannover, Jerusalem, Johannesburg, Karlsruhe, Kiel, Linz, Mannheim, Nürnberg, beim Prager Frühling im Thyl-Theater, in Pretoria, Salzburg, am →Stadttheater St. Gallen (1972 und 1973 Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" und Violetta Valéry in Verdis "La Traviata"), in Tel Aviv, an der Staatsoper Wien (1972–76 Konstanze, Violetta Valéry und Gilda in Verdis "Rigoletto"), in Wiesbaden, Wuppertal, am Opernhaus Zürich (1977/78 die Titelpartie in Donizettis "Lucia di Lammermoor") und mit dem Ensemble der Staatsoper Berlin in Japan. Weitere wichtige Partien waren die Titelpartie in Donizettis "Lucrezia Borgia", Maria Stuart in Wolfgang Fortners "Elisabeth Tudor" (Köln 1974), Rachel und die erste Wahnsinnige in Henzes "We Come to the River" (Köln 1977), Fiordiligi in Mozarts "Così fan tutte" und Contessa Almaviva in dessen "Le nozze di Figaro", Fiakermilli in Richard Strauss’ "Arabella", Alice Ford in Verdis "Falstaff" und Leonora in dessen "Trovatore". Auch Tätigkeit als Konzertsängerin und Gesangspädagogin.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: May Sandoz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1563–1564.

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