Sylvie Rohrer

Aus Theaterlexikon
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* 14.3.1968 Bern. Abitur.

Zunächst Ausbildung zur Chefsekretärin (Diplom 1988), dann Schauspielausbildung an der →Schauspielakademie Zürich (Diplom 1991). 1991 Engagement an der Landesbühne Niedersachsen in Wilhelmshaven (Gudula und andere Rollen in →Carl Zuckmayers "Der Rattenfänger"), 1992 am →Schauspielhaus Zürich (Sophie Tuckerman in Lillian Hellmanns "Herbstgarten", Regie: Gerd Böckmann; Lotteriemädchen in Veza Canettis "Der Oger", Regie: →Werner Düggelin). 1992–95 war sie Ensemblemitglied am Theater Dortmund (zum Beispiel: Ida in Philip Kings "Lauf doch nicht immer weg!"; Hanna Graetz in Heinar Kipphardts "März, ein Künstlerleben" und Gretchen in Goethes "Faust I", Regie jeweils: Jens Pesel; Pegleg in Wilson/Waits/Burroughs’ "The Black Rider", Regie: Michael Simon, wofür sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" 1995 zur "Nachwuchsschauspielerin des Jahres" gewählt wurde; Helena in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Regie: Sewan Latchinian). 1995–99 war sie Ensemblemitglied des Thalia-Theaters Hamburg (unter anderem: Eglé in Marivaux’ "Der Streit", Regie: Sven-Eric Bechtolf, für diese Rolle wurde R. 1996 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" erneut zur "Nachwuchsschauspielerin des Jahres" gewählt; Klara in Hebbels "Maria Magdalena", Regie: Amélie Niermeyer; Helena in Shakespeares "Mitsommernachtstraum", Regie: Jens-Daniel Herzog; Titelrolle in Sophokles/Hölderlins "Antigone"; Mariane in Molières "Tartuffe", Regie jeweils: →Jürgen Flimm; Chimène in Corneilles "Der Cid", Regie: Niels-Peter Rudolph; Marianne in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", Regie: Martin Kušej; Porzia in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", Regie: Herzog). 1996 zeigte sie im Kunstmuseum Bonn eine Performance mit dem Titel "Die Verzweiflung der Kornblume" (Regie: Michael Simon, Musik: Achim Kubinsky). Seit 1999 gehört R. zum Ensemble des Burgtheaters Wien (unter anderem Rottin in Karl Schönherrs "Glaube und Heimat", Regie: Kušej), daneben am Berliner Ensemble (2001 Isabella in Shakespeares "Mass für Mass", Regie: Claus Peymann). Diverse Film- und Fernsehrollen.

Auszeichnungen

  • 1996 Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung Hamburg.


Autorin: Judith Niethammer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Niethammer, Jutdith: Sylvie Rohrer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1516.

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