Yves Jansen

Aus Theaterlexikon
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* 4.7.1952 Aarburg AG.

Zunächst Lehrerseminar, 1973–76 Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Daneben 1975 Engagements als Regieassistent am →Schauspielhaus Zürich bei →Harry Buckwitz und am Schauspielhaus Bochum bei Hans Neuenfels. Engagements als Schauspieler unter anderem 1975/76 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1976 bei den Festspielen Bad Hersfeld, 1976/77 am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen und am Zimmertheater Tübingen, 1977–79 am Badischen Staatstheater Karlsruhe (Licht in Kleists "Der zerbrochne Krug", Rovo in Sperrs "Jagdszenen aus Niederbayern"), 1979–80 an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin (Wilhelm Krey in Sternheims "1913"), 1980 als Gast an den →Basler Theatern (Dieter in der Schweizer Erstaufführung von →Rolf Hochhuths "Juristen", Regie: →Joachim Preen). 1981 Regieassistent am Berliner Ensemble in Berlin, erste eigene Inszenierungen unter anderem am Jungen Theater Berlin (1981 Becketts "Das letzte Band"), am Stadttheater Pforzheim (1981 Ortons "Seid nett zu Mr. Sloane"), am Theater am Turm in Frankfurt am Main (unter anderem 1982 Becketts "Bruchstücke" und Pasolinis "Affabulazione") und an der Freien Volksbühne Berlin (1983 Markerts "Asyl"). Danach verkörperte J. diverse Film- und Fernsehrollen (darunter 1985–87 die Hauptrolle in der Serie "Ein heikler Fall") und hatte 1984/85 abermals ein Gastengagement als Schauspieler an den Basler Theatern; vorwiegend war er aber als Regisseur tätig. Er inszenierte im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg (1989 Bernhards "Komödie vom deutschen Mittagstisch", 1990 Bernhards "Der Ignorant und der Wahnsinnige"), an den Hamburger Kammerspielen (1991 Bruckners "Krankheit der Jugend"), am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg (unter anderem 1992 Dea Lohers "Olgas Raum", 1993 Hochhuths "Wessis in Weimar" und Lessings "Nathan der Weise", 1996 Klaus Pohls "Wartesaal Deutschland", 1997 Ibsens "Hedda Gabler"), an der →Schauspiel-Akademie Zürich (1992 Goethes "Clavigo" im Depot Hardturm), am Nationaltheater Mannheim (1995 Oates’ "Mondfinsternis"), am Landestheater Linz (unter anderem 1996 Turrinis "Josef und Maria"), am →Stadttheater St. Gallen (1999 Goethes "Faust I" und "Faust II"), am Theater am Kurfürstendamm Berlin (2001 Sternheims "Die Hose"), an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg (2001 Lutz Hübners "Gretchen 89 ff.").



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Yves Jansen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 915–916.

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