Anna-Maria Eckhoff

Aus Theaterlexikon
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* 24.4.1929 Gaming (A), † 22.8.1989 Arlesheim BL, eigentlich Anna Maria Kainz, geborene Eberl.

1952/53 Engagement als Schauspielerin am Stadttheater in Braunau am Inn. In den sechziger Jahren Auftritte an verschiedenen Wiener Kleintheatern, so unter anderem bei den Komödianten am Börsenplatz, am Kammertheater, am Ateliertheater am Naschmarkt und beim Experiment am Lichtenwerd, sowie bei den Wiener Festwochen und am Landestheater Salzburg (1968/69 Gräfin Montague in Shakespeares "Romeo und Julia"). Von 1969 bis Anfang der siebziger Jahre war E. an der Burgenländischen Landesbühne Eisenstadt tätig, wo sie unter anderem als Mathilde von Zahnd in →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker" auftrat und auch Regie führte. 1970–79 wirkte E. als Schauspielerin und Regisseurin, später zusätzlich als Dramaturgin unter der Direktion von Walter Dirnberger am Stadttheater Baden bei Wien. Dort spielte sie zahlreiche Rollen, unter anderem die Herzogin von Marlborough in Scribes "Ein Glas Wasser", Sittah in Lessings "Nathan der Weise" sowie Martha Brewster in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" und inszenierte jährlich ein bis zwei Produktionen, etwa Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt", Schillers "Kabale und Liebe", Goldonis "Der Diener zweier Herren", Goethes "Iphigenie auf Tauris", Raimunds "Der Bauer als Millionär" und Ibsens "Stützen der Gesellschaft". Daneben 1977 Gastverpflichtung als Schauspielerin am Volkstheater Wien. 1979 bis zu ihrem Tod gehörte E. zum Ensemble des →Stadttheaters Luzern, wo sie in über fünfzig Inszenierungen mitwirkte und zahlreiche Hauptrollen verkörperte. Sie spielte unter anderem 1980 Schwester Rached in Dale Wassermans "Einer flog über das Kuckucksnest", 1981 Frau Miller in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: Jean-Paul Anderhub) und erneut Mathilde von Zahnd in Dürrenmatts "Die Physiker" (Regie: →Dominik Neuner), 1982 Ranjewskaja in Tschechows "Der Kirschgarten" und Schwester Stahl in der Uraufführung von Pil Crauers "Wer braucht da Drogen, Schwester Stahl?" (Regie beide: Anderhub), 1983 die Frau in Märta Tikkanens Monolog "Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts" und Aase in Ibsens "Peer Gynt", 1984 die Hotelbesitzerin Clara Schlumberger in Kálmáns Operette "Die Zirkusprinzessin", 1985 Abby Brewster in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" (Regie: →Gudrun Orsky), Arkadina in Tschechows "Die Möwe" (Regie: Anderhub) und die Titelrolle in Esther Vilars "Die amerikanische Päpstin", 1986 Mutter Miriam Ruth in John Pielmeiers "Agnes" (Regie: →Horst Warning), Baronin Duverger in Feydeaus "Ein Klotz am Bein" und Maria in Turrinis "Josef und Maria", 1988 die Welt in Calderóns "Das grosse Welttheater" (Regie: →Gian Gianotti) und 1989 Margret in →Heinrich Henkels "Altrosa".



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Anna-Maria Eckhoff, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 513–514.

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