Barbara Bonney

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* 14.4.1956 Montclair/New Jersey (USA) ∞ I. Håkan Hagegård, Sänger, ∞ II. Maurice Whitaker, Barock-Geiger.

Violoncello- und Germanistikstudien an der New Hampshire University. Ab 1977 Gesangsstudium am Mozarteum Salzburg bei Walter Raninger. Noch während des Studiums erstes Engagement am Staatstheater Darmstadt (1979–83), Bühnendebüt als Anna in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", es folgten Erfolge als Blonde in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Cherubino in dessen "Nozze di Figaro", Gilda in Verdis "Rigoletto", Manon in Massenets gleichnamiger Oper sowie Natalie in Henzes "Der Prinz von Homburg". Danach Verpflichtungen an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1983 am →Stadttheater St. Gallen (Norina in Donizettis "Don Pasquale", Regie: →Glado von May, musikalische Leitung: Eduard Meier) und ab 1984 freie Tätigkeit mit Engagements an der Bayerischen Staatsoper München, an der Hamburgischen Staatsoper, weiterhin an den Städtischen Bühnen Frankfurt, an der Royal Opera Covent Garden in London (1984 Sophie in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", diese Partie sang sie in der Folge weltweit über 200 Mal, unter anderem unter Carlos Kleiber und Georg Solti), an der Mailänder Scala (1985 Pamina in Mozarts "Die Zauberflöte"), am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH (1986 beziehungsweise 1989 Mitwirkung in Jean-Pierre Ponnelle/→Nikolaus Harnoncourts Mozart-Zyklus als Pamina in "Die Zauberflöte" und Susanna in "Le nozze di Figaro"), am →Grand Théâtre in Genf (1987 Pamina, Regie: →Benno Besson, 1995 Eurydice in Glucks "Orphée et Eurydice"), in Lausanne (1988 Adina in Donizettis "L’elisir d’amore"), an der Staatsoper Wien, an der Metropolitan Opera New York (1988 Najade in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos" sowie 2001 Zdenka in dessen "Arabella"), bei den Salzburger Festspielen (1999 Alphise in Rameaus "Les Boréades", 2002 Pamina). Zusammenarbeit mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Arnold Östman, Seiji Ozawa, Simon Rattle. Die Sopranistin besticht durch ein warmes, ausgeglichenes lyrisches Timbre, so dass sie häufig als ideale Mozart- und Strauss-Sängerin bezeichnet wird. Auf der Bühne wie auch in Rezitals gewinnt sie ihr Publikum mit intelligenter Gestaltung und szenisch feinfühligen Interpretationen. Neben ihrer Bühnentätigkeit konzentriert sich B. vor allem auf den Liedgesang und unterrichtet Meisterklassen, unter anderem an der Juilliard-School of Music in New York, in San Francisco, Tanglewood, Amsterdam, Wien und Salzburg. Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger.

Auszeichnungen

  • Ehrendoktor der University of New Hampshire.


Autorin: Silke Christiane Keckeis



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Keckeis, Silke Christiane: Barbara Bonney, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 239.

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