Enzia Pircher

Aus Theaterlexikon
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∞ Robert Casapiccola, Schauspieler und Regisseur. Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 1943 debütierte P. in Hermannstadt am Landestheater der deutschen Volksgruppe in Rumänien. 1948–51 war sie an den Städtischen Bühnen Graz engagiert. 1951–57 gehörte P. zum Ensemble des →Stadttheaters Bern. Dort spielte sie unter anderem die Titelrollen in Goethes "Iphigenie auf Tauris" und Shaws "Die heilige Johanna", Recha in Lessings "Nathan der Weise", Amorosa in Nestroys "Der böse Geist Lumpazivagabundus" und Jeanne d’Arc in →Arthur Honegger/ Claudels "Johanna auf dem Scheiterhaufen". Es folgten Engagements 1957–60 an den Bühnen der Hansestadt Lübeck (beispielsweise die Andere in Strindbergs "Advent" und Olga in Sartres "Schmutzige Hände", Regie jeweils: Hansgünther Heyme) und 1960–62 am Staatstheater Oldenburg. Danach war P. als Gast am Stadttheater Konstanz und an den Vereinigten Bühnen Graz. 1966–68 hatte sie ein Engagement am →Stadttheater Basel (unter anderem Marie in der Schweizer Erstaufführung von Ionescos "Hunger und Durst" und Kassandra in Euripides’ "Die Troerinnen"), 1968/69 an den Städtischen Bühnen Bielefeld und 1969–72 am →Stadttheater Luzern (etwa La Poncia in García Lorcas "Bernada Albas Haus", Celia Peachum in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper"). Anschliessend war P. erneut freischaffend tätig, unter anderem am →Atelier-Theater Bern (1973 Ella Rentheim in Ibsens "John Gabriel Borkman").



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Enzia Pircher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1411–1412.