Gerd Kunath

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* 14.6.1930 Herzberg (D).

1952–55 Schauspielausbildung an der Musikhochschule Wiesbaden. Erste Engagements als Schauspieler unter anderem 1957/58 am Kellertheater Das Podest in Mainz und 1958–60 an der Burghof-Bühne Dinslaken. 1959–61 Regieassistent und Schauspieler an den Kammerspielen Düsseldorf, danach als Schauspieler am Theater am Niederrhein in Kleve und an den Städtischen Bühnen Dortmund, als Schauspieler und Regisseur erneut an der Burghof-Bühne Dinslaken und an den Kammerspielen Düsseldorf, 1964/65 am →Stadttheater Chur (unter anderem Inszenierung von →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame"), 1965–69 unter der Intendanz von Karl-Heinz Stroux Schauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus, daneben als Gast am Grenzlandtheater des Landkreises Aachen. Unter →Werner Düggelin war K. 1969–74 an den →Basler Theatern engagiert, wo er rund zwanzig Rollen spielte (1969 Krampach in Labiches "Das Glück zu dritt", 1970 Oberpräparator in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung", Regie: Horst Siede, 1971 Hamm in Becketts "Endspiel", Müller in Horváths "Zur schönen Aussicht", Regie: Roland Kabelitz, und Gajew in Tschechows "Der Kirschgarten", Regie: Siede, 1972 Ziffel in →Bertolt Brechts "Flüchtlingsgespräche", Regie: Hagen Mueller-Stahl, 1973 Präsident in Schillers "Kabale und Liebe", Regie: Düggelin, und Werschinin in Tschechows "Drei Schwestern", Regie: →Kosta Spaic) und 1970 Sternheims "Die Kassette" inszenierte. Daneben trat er 1972/73 an der Freien Volksbühne Berlin auf. Danach konti­nuierliche Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Intendanten Claus Peymann: 1975–79 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (Karl in Botho Strauß’ "Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle", Regie: Niels-Peter Rudolph, Lothar in Botho Strauß’ "Trilogie des Wiedersehens", Regie: Rudolph, Kapitän in der Uraufführung von Bernhards "Immanuel Kant", Regie: Achim­ ­Freyer) sowie – mit Unterbrechungen und zeitweise als Gast – 1979–86 am Schauspielhaus Bochum (Rektor in Bernhards "Der Weltverbesserer" und Klosterbruder in Lessings "Nathan der Weise", Regie jeweils: Peymann), zwischen 1986 und 1999 mehrmals am Burgtheater Wien (Alan in Noréns "Nachtwache", Regie: Alfred Kirchner, Buckingham in Shakes­peares "Richard III.", Regie: Peymann) und seit 2000 am Berliner Ensemble. Daneben spielte K. unter anderem am Düsseldorfer­ Schauspielhaus, an den Städtischen Bühnen Nürnberg, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, 1980–85 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Schauspiel Frankfurt am Main, 1987–94 und 1996–2000 am Thalia-Theater Hamburg (1990 Förster Bertram in der Uraufführung von Robert Wilson/Tom Waits/William Burroughs’ "The Black Rider. The Casting of the Magic Bullets", Regie: Wilson), 1992–97 an den Bühnen der Stadt Köln, erneut am →Theater Basel (1996 Iolaos in Euripides’ "Die Herakliden", Regie: →Hans-Dieter Jendreyko), am Renaissance-Theater Berlin (1997 Iwan N. Zachedrynskij in Mrożeks "Liebe auf der Krim", Regie: Oswald Lipfert), bei den Salzburger Festspielen (1998 Fouquier-Tinville in Büchners "Dantons Tod", Regie: Wilson, 2001 Professor Rose in der Uraufführung von Christoph Ransmayrs "Die Unsichtbare", Regie: Peymann), am →Schauspielhaus Zürich (1999 Satin in Gorkis "Nachtasyl", Regie: →Uwe Eric Laufenberg) und an den Hamburger Kammerspielen (2000 in Turrinis Monolog "Endlich Schluss"). Diverse Film- und Fernsehrollen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Gerd Kunath, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1052.

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