Maria Schanda

Aus Theaterlexikon
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* 3.7.1910 Groß-Rußbach (A).

Erste Engagements als Schauspielerin 1930/31 am Deutschen Theater Mährisch-Ostrau, 1932/33 am Preußischen Staatstheater Berlin und 1933/34 an den Städtischen Bühnen Köln. 1933/34 war S. als Gast (Anna in Shakespeares "König Richard III.", Regie: →Gustav Hartung) und 1934/35 fest am →Schauspielhaus Zürich engagiert. Sie spielte dort in Inszenierungen →Leopold Lindtbergs (Gwendoline in Wildes "Bunbury", Dr. Inge Ruoff in Wolfs "Professor Mannheim") und Hartungs (unter anderem Gertrud in Schillers "Wilhelm Tell", Titelrolle in Schillers "Maria Stuart"). Es folgten Engagements 1935/36 am Deutschen Theater Berlin, 1936/37 am Schillertheater Berlin, am Theater der Jugend Berlin und wiederum am Schauspielhaus Zürich (in Fodors "Matura", Regie: →Leonard Steckel, und in Giraudoux’ "Es kommt nicht zum Krieg", Regie: Lindtberg). 1939–42 Ensemblemitglied am Ständetheater/Deutschen Theater in Prag. 1942 trat sie an der Volksbühne, Theater am Horst-Wessel-Platz (heute: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz) in Berlin auf, 1943/44 an den Berliner Künstlerbühnen und an der Berliner Soldatenbühne. Im März 1948 spielte S. Helene Alving in Ibsens "Gespenster" am Theater in der Kaiserallee Berlin (mit Klaus Kinski als Oswald, Regie: Otto Graf). 1947–49 unter der Intendanz von Boleslaw Barlog am Schloßpark-Theater Steglitz Berlin engagiert, 1951/52 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Paula Clothilde Clausen in Hauptmanns "Vor Sonnenuntergang", Goneril in Shakespeares "König Lear", Regie: Ulrich Erfurth; Concha in Hochwälders "Virginia", Regie: Erwin Piscator). 1951–53 gastierte S. am Schauspielhaus Zürich in Lindtbergs Inszenierungen von Schillers "Wilhelm Tell" (Gertrude), Schillers "Die Jungfrau von Orléans" und Nestroys "Lumpazivagabundus". Unter der Generalintendanz von Barlog 1952/53 und 1954–57 am Schloßpark-Theater Steglitz Berlin (unter anderem: als Oberhofmeisterin in Schillers "Don Carlos", Regie: Gustav Rudolf Sellner; als Gertrude in Shakespeares "Hamlet", Regie: Fritz Kortner) und 1957–59 als Gast am Schiller-Theater Berlin (ebenfalls unter Barlog). 1959/60 erneut am Schauspielhaus Zürich (in Schillers "Wallensteins Lager" und "Wallensteins Tod", Regie beide: →Reinhart Spoerri; als Warwara Petrowna Stawrogina in Camus’ "Die Besessenen", Regie: →Peter Löffler). 1961/62 an der Komödie Berlin, und 1962/63 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, 1963/64 am Schauspielhaus Zürich (in Babels "Sonnenuntergang", Regie: →Werner Düggelin, und in Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald", Regie: Michael Kehlmann), 1965/66 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (als Marcolfa in García Lorcas "In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa", Regie: Oscar Fritz Schuh). S. spielte auch einige Filmrollen.



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Maria Schanda, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1583.

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