Wolf Barth

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* 12.10.1926 Basel. Bruder des Bühnenbildners →Ruodi Barth.

Zunächst Besuch des Humanistischen Gymnasiums, ab 1937 der Rudolf-Steiner-Schule, wo B. sich mit Goethes Farbenlehre auseinander setzte. 1940–50 war B. als selbstständiger Maler im Atelier Hermann Meyers tätig, 1946–53 leitete er Mal- und Zeichenkurse der Klubschule Migros in Basel. B., der seit 1953 als Maler in Paris lebt, war ab 1956 langjähriger Mitarbeiter der satirischen Zeitschrift "Nebelspalter". Nach eigener Aussage war B. von der Münsterplatz-Aufführung "Ein Totentanz zu Basel" (1943) beeinflusst (Szenario und Regie: →Mariette von Meyenburg, Musik: →Frank Martin). Ab 1950 war er auch als Bühnenbildner tätig: 1950/51 für das →Cabaret Kikeriki, Basel BS, 1951–60 stattete er rund ein Dutzend Programme des →Cabarets Federal Zürich aus, 1950–67 gestaltete er zahlreiche Bühnenbilder für das Kom(m)ödchen Düsseldorf, für das er auch den Saal im Neubau der Kunsthalle ausbaute. 1960 entwarf B. für das →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH die Bühnenausstattung für die Uraufführung von Max Christian Feilers Machiavelli-Bearbeitung "Mandragola" (Regie: →Oskar Wälterlin).

Literatur

  • Rotzler, Willy: W. B., 1990.


Autor: Christian Jauslin



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Jauslin, Christian: Wolf Barth, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 122–123.

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