Yen Han

Aus Theaterlexikon
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* 23.2.1973 in Vietnam. Tochter des Musikwissenschaftlers und Komponisten Vi Han und der Pianistin You-Whai Tsao. $

Die Tänzerin chinesischer Abstammung wuchs in Los Angeles auf. Tanzausbildung bei Stefan Mucsi und Paul Maure in Los Angeles; Sommerkurse an der Hartford Ballet School in Connecticut und der San Francisco Ballet School. Ab 1989 Ausbildung an der Beijing Dance Academy. Halbfinalistin am →Prix de Lausanne 1991. Engagements: 1991/92 am Le Jeune Ballet de France, Paris und ab 1992 an der Opéra de Nice. Seit 1994 ist H. Mitglied des Balletts am →Opernhaus Zürich. Dort trat sie bald als Tänzerin mit schöner Linie und feiner Ausstrahlung in Erscheinung. Soloparts unter anderem in →Bernd Roger Bienerts Choreografien "Autumn Sketches" (Musik: Prokofjew, 1994), "Compass" (Musik: Luciano Berio, 1995) und "Die Moldau" (Musik: Smetana, 1996); 1995 Titelpartie in Strawinskys "Der Feuervogel" nach der Choreografie von Fokine, einstudiert von →Nicholas Beriozoff. Seit 1996 steht das Ballett unter der Leitung →Heinz Spoerlis; H. wurde eine seiner wichtigsten Solotänzerinnen: Sie tanzte in Spoer­lis Choreografien 1996 Hermia/Helena in "Ein Sommernachtstraum" (Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy, Steve Reich, Philip Glass), 1998 Giselle in Adolphe Adams "Giselle", 1998 die preisgekrönte Interpretation der Julia in Prokofjews "Romeo und Julia" mit Federico Bonelli als Romeo, 2000 Klara in Tschaikowskys "Der Nussknacker" und die Titelpartie in Prokofjews "Cinderella" sowie 2001 das erwählte Mädchen in Strawinskys "Le Sacre du printemps".



Autorin: Lilo Weber



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Weber, Lilo: Yen Han, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 793.

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