Barbara Gyger

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 15.4.1951 Rheinfelden AG.

Nach dem Kindergärtnerinnenseminar in Brugg arbeitete G. als Kindergärtnerin in Liestal und Basel und absolvierte eine heilpädagogische Zusatzausbildung. 1981 gründete sie die Ein-Personen-Bühne Puppenbühne Barbara G. in Basel, die sie als Autodidaktin betreibt. In den ersten Jahren entstanden die Figurentheaterinszenierungen "Die graui Stadt", "S’Koffergschpängscht", "Dr Zickschwapp frisst Seifi", "E Chatzegschicht" (vom Schweizer Fernsehen DRS aufgezeichnet), "D’Polenta lauft drvo" und "Schlurpe und Schlarpe", die sich alle an drei- bis neunjährige Kinder richten. Bekannt wurde G. vor allem durch ihre Auftritte während der Basler Herbstmesse in einem Theaterzelt auf dem Petersplatz. 1986–88 arbeitete sie bei Schweizer Radio DRS, gestaltete eigene Sendungen und übernahm Hörspielregien im Ressort Jugend und Bildung. Ab Herbst 1991 trat sie wieder vermehrt als Figurenspielerin auf: 1991–95 entstanden zusammen mit →Vrene Ryser unter dem Namen Gyry-Theater Koproduktionen (beispielsweise "Plitsch und Platsch", "Puschki und Pullina" und "Hildi und Huldi", Regie alle: Gabrielle Hürlimann), welche die beiden wiederum während der Basler Herbstmesse im Theaterzelt und anschliessend an verschiedenen Orten der Schweiz spielten. G. selbst erarbeitete, nun unter dem Namen Figurentheater Barbara G., die Kindertheaterstücke "Flossefrosch und Wullegnungele" (1994), "Die Hexe Lakritze" nach Eveline Hasler (1996), "Warum sitzt die Kuh auf dem Tisch oder Olgas Haus" (2001) und "Wenn ich mir etwas wünschen könnte" nach →Franz Hohler (2003). G. bewegt ihre selbst gefertigten textilen Figuren in offener Spielweise, tritt dabei mitunter auch als Schauspielerin auf und verbindet so Elemente des Schauspiels und des Figurentheaters miteinander. Daneben schuf G. 1998 die textilen Figuren für "Heute hütet Leo Leu" des →Figurentheaters Vagabu. G. ist Mitglied von →UNIMA Suisse, Vereinigung Puppen-und Figurentheater und →ASTEJ.



Autorin: Elke Krafka



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Krafka, Elke: Barbara Gygner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 775–776.

Normdaten