Christoph Marti

Aus Theaterlexikon
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* 24.7.1965 Bern.

Schauspielausbildung in Bern beim →Theater 1230 und 1984–87 am →Konservatorium für Musik und Theater. Seit 1988 lebt M. in Berlin. Zunächst Stückverträge am →Stadttheater Bern (1987 Mottel Kamzoil in Jerry Bocks "Anatevka") und an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, 1988–90 Engagement am Schiller-Theater in Berlin und 1990–92 an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin (unter anderem mehrere Nebenrollen in Shakespeares "Das Wintermärchen" und in Botho Strauß’ "Schlusschor", Regie beide: →Luc Bondy). Parallel dazu gründete M. ("Ursli Pfister") zusammen mit Tobias Bonn ("Toni Pfister"), →Max Gertsch ("Willi Pfister") und →Lilian Naef ("Lilo Pfister") das Kabarett-Ensemble "Die Geschwister Pfister". In ihren Programmen, mit denen sie seit 1991 durch die Schweiz, Deutschland und Österreich touren, verbinden sie Musik- und Theaterelemente, arbeiten mit Klischees und parodieren Revueen. Nach dem Weggang von Naef und Gertsch wurde Mitte der neunziger Jahre Andreja Schneider ("Fräulein Schneider") zum festen Mitglied der Geschwister Pfister. M. ist der künstlerische Leiter der Truppe, für die musikalische Begleitung sorgt Johannes Roloff. Programme: 1991 "Melodien fürs Gemüt", 1993 "Nachtsalon mit Ursli & Toni Pfister" und "Ursli Pfister – a pure joy", 1995 "March for Glory", 1996 "The Great Space Swindle", 1998 "Party heut’ Nacht – das Beste der Geschwister Pfister", 1999 "The Voice of Snow White", 2000 "On the Run – Eine Reise ins Glück" und 2002 "Have a Ball!". Zudem zeigten die Geschwister Pfister gemeinsam mit weiteren Schauspielerinnen und Schauspielern unter M.s Regie 1994 →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl am Wolfgangsee" (unter anderem mit Otto Sander, Meret Becker, Max Raabe, Gerd Wameling) sowie 2002 Christopher Durangs "Therapie zwecklos" (unter anderem mit Becker und →Stefan Kurt) in der "Bar jeder Vernunft" in Berlin. Ab 2002 ging M. mit dem Soloprogramm "Ursula West" auf Tournee. Daneben spielte er kleinere Filmrollen, beispielsweise in Matthias Glasners "Sexy Sadie" (1996) und in Luc Feits "Ferkel" (1998).

Auszeichnungen

(zusammen mit den Geschwistern Pfister)

  • 1992 Kritikerpreis der Berliner Zeitung,
  • 1993 Salzburger Stier,
  • 1995 Prix Walo.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Christoph Marti, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1187.

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