Gertrud Hoffmann

Aus Theaterlexikon
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* 26.2.1902 Leipzig (D), † 15.1.1978 Bad Iburg (D). Schwester des Schauspielers →Hermes H.

Debüt 1919 in Leipzig, dann Engagements in Arnstadt, Kattowitz, Dinslaken, Bernburg, Rheydt, Flensburg, Rendsburg, Leipzig, Brandenburg, Fürth. Ab 1940 war H. am Nordmark-Landestheater Schleswig engagiert (wo ihr Bruder Oberspielleiter war), zunächst als Theatersekretärin, Dramaturgin, Mütter- und Charakterspielerin sowie im komischen Fach, 1941–44 auch als Spielleiterin und Verwaltungsdirektorin. Ab 1952 war H. unter der Direktion von →Horst Gnekow erneut am Nordmark-Landestheater Schleswig als Organisations- und Werbeleiterin und Schauspielerin, ab 1958 auch als Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros tätig. 1960 wechselte sie zusammen mit Gnekow ans →Stadttheater Luzern, wo sie bis 1967 als Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros und persönliche Referentin des Direktors sowie bis 1968 als Schauspielerin tätig war (unter anderem 1961 Reporterin in →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame", 1963 Mi Tzü in →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan", 1964 Miss Dell in Rattigans "Olivia", 1965 Aufseherin in →Frank Wedekinds "Musik", 1968 Makinä Abakidse/Maro/Bäuerin in Brechts "Der kaukasische Kreidekreis", Helen-Louise Carter in Ebermayers "Zwei ahnungslose Engel"), 1968 gastierte sie am →Städtebundtheater Biel-Solothurn als Eugenia in Mrożeks "Tango" (mit ihrem Bruder Hermes H. als Eugen). 1969/70 war H. abermals unter der Intendanz von Gnekow persönliche Mitarbeiterin des Intendanten und Schauspielerin an den Städtischen Bühnen Münster.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Gertrud Hoffmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 858.

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