Ilse Bickel-von Künsberg

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* 12.7.1895 Hademarschen (D), † 15.5.1974 Basel. ∞ 1931 Paul Bickel.

1914 Ausbildung zur (Gesellschafts-)Tanzpädagogin in Lausanne, anschliessend Studium bei Rudolf Bode in München, 1927 Diplom für Ausdrucksgymnastik. B. eröffnete 1927 eine Schule in Basel, sie unterrichtete Gesellschaftstanz und Gymnastik. 1930 Umzug in die damalige Eisfabrik, die auch den Tänzern des →Stadttheaters Basel als Trainings- und Probenraum diente. Gründungsmitglied und 1947–60 Präsidentin des →SBTG. Während ihrer Präsidentschaft und wesentlich durch sie geprägt fanden die 1946 gegründeten Internationalen Sommerkurse vor allem in Zürich und Magglingen statt, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein grosser Anziehungspunkt für die internationale Tanzszene waren und bald Nachahmer fanden. Mit →Mary Wigman, Kurt Jooss, →Harald Kreutzberg, →Rosalia Chladek, →Sigurd Leeder unterrichteten die Grössen des Ausdruckstanzes, später ergänzt durch Dozenten für klassisches Ballett wie →Hans Züllig, Nora Kiss oder Victor Gsovsky und schliesslich Vertreter des amerikanischen Modern Dance wie Anna Sokolov. Unter B.s Leitung erlebte der SBTG einen enormen Aufschwung.

Literatur

  • Gisiger, Sabine/Jorio, Sandra/Kasics, Ursula: Bewegungen. Tanz und Gymnastik in der Schweiz 1939–1989, 1989.


Autorin: Marianne Forster



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Forster, Marianne: Ilse Bickel-von Künsberg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 196.

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