Klemens Renoldner

Aus Theaterlexikon
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* 14.8.1953 Schärding am Inn (A).

Trotz bestandener Aufnahmeprüfung in die Schauspiel- und Regieklasse des Salzburger Mozarteums studierte R. bis 1979 Germanistik, Musikwissenschaft und Publizistik an den Universitäten Salzburg und Wien. 1980 wurde er an der Universität Salzburg mit einer Dissertation über Christa Wolf promoviert. 1980–86 war R. Dramaturg am Burgtheater Wien (Direktor: →Achim Benning), er arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Adolf Dresen, Benning, →Hans Lietzau, →Horst Zankl und →Benno Besson. 1986–88 war R. leitender Dramaturg der Wiener Festwochen und verantwortlich für das Programm von Theater-Gastspielen und Eigenproduktionen, 1987/88 zudem stellvertretender künstlerischer Leiter des Festivals. 1989 verbrachte R. ein Theaterstudienjahr in Paris. 1989/90 war er Gastdramaturg am →Schauspielhaus Zürich, wo er zusammen mit →Maria Becker für eine szenische Lesung von Arthur Schnitzlers Roman "Der Weg ins Freie" verantwortlich zeichnete. 1990–93 arbeitete R. vor allem im wissenschaftlichen Bereich, unter anderem an der Universität Wien, ausserdem leitete er eine grosse Stefan-Zweig-Ausstellung der Stadt Salzburg. 1992/93 gastierte er als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen (Barlachs "Der blaue Boll", Regie: Lietzau). 1993–97 war R. Chefdramaturg am →Stadttheater Bern (Direktor: →Eike Gramss), wo er sowohl Schauspiel- als auch Opernproduktionen betreute und als Nachfolger des leitenden Regisseurs →Wolfram Krempel 1995–97 das Schauspiel leitete. Zusammen mit dem Regisseur →Michael Oberer bearbeitete R. mehrere Kindermärchen für die Bühne. 1998–2002 war R. Schauspieldirektor an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau (Intendant: →Hans J. Ammann), wo er auch inszenierte (2001 Neil LaButes "Bash – Stücke der letzten Tage", 2002 Julian Crouch/Phelim McDermotts "Struwwelpeter"). Neben seiner dramaturgischen Tätigkeit lehrte R. an den Universitäten Salzburg, Bern und Freiburg. R. ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher in den Bereichen Theater, Literatur und Kulturpolitik.



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Klemens Renoldner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1482.

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