Ute Zehlen

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<math>*</math> 6.8.1943 Mupperg (D).

Nach dem Abitur in Frankfurt am Main Schauspielausbildung an der dortigen Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Erstes Engagement 1966–69 am Landestheater Darmstadt. Danach unter anderem als Gast an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main sowie im festen Engagement 1973–75 am Stadttheater Aachen. 1976–84 war Z. unter den Intendanten →Wolfgang Zörner und →Glado von May am →Stadttheater St. Gallen engagiert. Dort gestaltete sie mit der ihr eigenen Präsenz, Vielseitigkeit und herben Ausstrahlung über vierzig Rollen, darunter 1976 Olga in Tschechows "Drei Schwestern" (Regie: Joachim Engel-Denis) und Leokadja Begbick in →Bertolt Brechts "Mann ist Mann", 1979 Julie in Büchners "Dantons Tod", 1980 die Mutter Mary Byrne in Synges "Kesselflickers Hochzeit" (Regie: →Frederik Ribell), 1981 Josie Hogan in O’Neills "Ein Mond für die Beladenen" (Regie: Volker K. Bauer), die Magd in Sophokles’ "Oedipus-Tragödien" und die Titelrolle in Roberto M. Cossas "Oma frisst" (Regie: →Arnim Halter), 1982 Irene in Horváths "Die Unbekannte aus der Seine", Regan in Shakespeares "König Lear" (Regie beide: Ribell) und die Frau in Märta Tikkanens Monolog "Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts" (Regie: →Gudrun Orsky) sowie 1983 Susanne in Botho Strauß’ "Trilogie des Wiedersehens", Marie in Büchners "Woyzeck" und Isabelle in →Hansjörg Schneiders "Der liebe Augustin". 1984–86 hatte Z. mehrere Stückverträge am →Stadttheater Bern (unter anderem erneut als Susanne in Strauß’ "Trilogie des Wiedersehens"). Nach einem dreijährigen Engagement am Schauspiel Essen gehörte Z. 1989–93 unter Orskys Direktion zum Ensemble des →Theaters am Neumarkt in Zürich. Dort spielte sie unter anderem Eugenia in Mrożeks "Tango", die Ehefrau in Steven Berkoffs "Greek – Auf griechische Art" (Regie: Adelheid Müther), Lady Macbeth in Shakespeares "Macbeth" (Regie: Ralph Bridle), die Bäuerin Martha in →Markus Köbelis "Holzers Peepshow", Antiope in Stefan Schütz’ "Die Amazonen" und Paulina Salas in Ariel Dorfmans "Der Tod und das Mädchen". Danach war Z. 1994–99 unter Müthers Schauspieldirektion am Staatstheater Kassel engagiert. Seit 1999 wirkt sie erneut am Schauspiel Essen (unter anderem 2000 Titelrolle in der deutschsprachigen Erstaufführung von Martin Shermans "Rose").



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Ute Zehlen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2141.