Christoph Moerikofer

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* 8.7.1964 Summit (USA).

Nach der Matura in Liestal 1982–85 Schauspielunterricht bei Ellen Mahlke in München und Workshops unter anderem bei Peter Brook, Philippe Gaullier und beim Théâtre de Complicité. 1986 spielte M. am Theater im Karlshof München (Adam in Peter Hacks’ "Adam und Eva"), 1986–88 am Studiotheater München. 1988 ging er als Schauspieler und Regieassistent ans →Theater Basel. 1988–90 war er als Schauspieler und Regieassistent am →Städtebundtheater Biel-Solothurn engagiert, wo er unter anderem den Fotografen in Anouilhs "Der Herr Ornifle" (Regie: →Rudolf Kautek), einen der Bettler in →Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper" sowie den Gesellen in →Max Frischs "Andorra" spielte und zusammen mit →Peter-Andreas Bojack Fos "Bezahlt wird nicht!" inszenierte. Weitere Inszenierungen am Städtebundtheater: 1989 Hans Magnus Enzensbergers "Das Wasserzeichen der Poesie" und 1990 Loriots "Eheszenen". Es folgten Engagements in der Schweizer freien Szene: Beim Theater Mobil Dick in Basel war 1990 M. Koregisseur von Stefan Metz’ "Auftrag Alaska" und wirkte 1991 im Ensembleprojekt "Lunatics" mit (Regie: Metz), am →Theater 1230 Bern spielte er 1992 im Ensembleprojekt "Höhenluft" (Regie: →Barbara Frey) und bei der Freien Truppe Bern verkörperte er 1993 Herrn Kovacic in Werner Schwabs "Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos" (im →Dojo in Bern; Regie: Andrea Lehmann). 1993–99 Ensemblemitglied am Theater Spilkischte/→Vorstadt-Theater Basel. Dort spielte er 1993 den König in einer Bearbeitung von Ionescos "Der König stirbt" (Regie: →Antonia Brix), 1995 in "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" nach Peter Hacks sowie in den Ensembleprojekten "König Jool der Letzte" (1996, Regie: →Beat Fäh), "Zum Fressen gern" (1997, Regie: Brix) und "Mach auf den Mund, den Mund mach zu". Seit 1999 ist M. freischaffend und arbeitet vorwiegend als Regisseur. Er inszenierte an verschiedenen Schweizer Kinder- und Jugendtheatern, unter anderem beim Theater Sgaramusch Schaffhausen 1998 das Ensemblestück "So wie Don Quijote" und 1999 Stefan Colombos "Fascht e Fescht", beim Theater →Zamt & Zunder in Baden 2000 →Guy Krnetas "Schönweid. Ein Stück über die Feindschaft" und 2001 Lukas Holligers "Zufall Blut", am →Theater an der Sihl Zürich 2000 "Die Geschichte vom Onkelchen" nach Tomas von Brömssen und Lars-Eric Brossner sowie Kiplings "Das Dschungelbuch".



Autor: Alfred Ziltener



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Ziltener, Alfred: Christoph Moerikofer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1256.

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