Heinz Stalder

Aus Theaterlexikon
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* 1.7.1939 Allenlüften BE. Vater der Schauspielerin →Päivi S.

Lehre als Bau- und Kunstschlosser. Dann Besuch des Abendgymnasiums und des Lehramtskurses Luzern. Seit 1968 Lehrer in Kriens sowie freier Schriftsteller. S. verfasste eine Reihe von Theaterstücken, die oft in bäuerlichem Millieu spielen. So "Gschlabber" (Uraufführung 4.8.1976, →Luzerner Spielleute, Luzern), "Ein Pestalozzi" (29.11.1979, →Schauspielhaus Zürich), "Lerchenfeld, Knorz und Loch" (1981 in Graz uraufgeführt, als Zürcher Fassung am 2.4.1982 im Keller des Schauspielhauses Zürich), die Groteske "Wi Unghüür us Amerika" (18.9.1981, →Stadttheater Bern im →Alten Schlachthaus Bern), das Dialogstück "Chatz u Muus" (14.12.1982, Stadttheater Bern im Alten Schlachthaus), "Kolumbus-Submulok" (3.12.1983, Stadttheater Bern), "Anhand der Füsse" (1985, Depot Tiefenbrunnen Zürich), "Ein Partygespräch", ein Beitrag zur Zeitrevue "Das verschonte Land" (26.9.1985, Keller des Schauspielhauses Zürich), "Der Todesfahrer" (19.4.1986, Mansarde des Stadttheaters Bern), "Sandgestrahlt" (1988 publiziert), "Gangway" (6.10.1993, →Schauspiel-Akademie Zürich im Depot Hardturm Zürich) und "Hellträumer" (17.11.1995, →Stadttheater Luzern im Studio junge Bühne Luzern). Für das →Landschaftstheater Ballenberg bearbeitete er 1991 Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe", 1997 Gerhart Hauptmanns "Schluck und Jau", 1998 Jewgenij Schwarz’ "Der Drache", 2000 →Jeremias Gotthelfs Roman "Die Käserei in der Vehfreude". Für den Hörfunk verfasste er ausserdem (Mundart-)Hörspiele und Features; 1970 veröffentlichte S. erste Gedichte in Berner Mundart, 1971 erste Kurzprosa; es folgten mehrere Romane. Ausserdem erschienen bis anhin über fünfzig Reportagen. Auch Übersetzungen und Beiträge zu Anthologien. S. war Mitglied der →Gruppe Olten.

Auszeichnungen

  • 1975 Kleiner Kunstpreis der Stadt Luzern,
  • 1978 1. Preis im Dramenwettbewerb der 10 Schweizer Städte,
  • 1979 Welti-Preis für das Drama sowie
  • Auszeichnungen der Luzerner und Berner Literaturförderung.


Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Heinz Stalder, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1731–1732, mit Abbildung auf S. 1731.

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