Jordi Vilardaga

Aus Theaterlexikon
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* 27.7.1963 Granollers (E). Enkel des Schriftstellers, Regisseurs und Schauspielers Francesc Vilardaga Guitart. ∞ Astrid Wittinghofer, Schauspielerin.

Nach der Matura 1983–85 Ausbildung zum Regisseur an der →Schauspiel-Akademie Zürich. 1985 zusammen mit Claudia Rüegsegger Gründung des →Mo Moll Theaters Wattwil, zu dessen Leitungsteam V. bis 1999 gehörte. Dort 1986 Regiedebüt mit Becketts "Warten auf Godot", danach weitere Inszenierungen (darunter 1990 "Kolumbus oder Die Faust, die Phrase und das Geld" nach Jura Soyfer, 1993 José Sanchis Sinisterras «¡Ay Carmela!», 1995 Ralf Königs "Lysistrata", 1998 die Uraufführung von →Paul Steinmanns "Die Brücke am Switzerland River"), denen das Mo Moll Theater wesentlich seinen Erfolg verdankte. Daneben inszenierte V. unter anderem am Schaffhauser Sommertheater (1991 Oskar Panizzas "Das Liebeskonzil", 1995 Peter Weiss’ "Marat/Sade"), am Musikkonservatorium Schaffhausen (1994 Cesar Bresgens "Der ewige Arzt") und am →Theater Kanton Zürich (unter anderem 1996 Fassbinders "Bremer Freiheit", 1997 →Markus Michels "Die Käserei in der Vehfreude" nach →Jeremias Gotthelf, 1999 die Uraufführung von Steinmanns "Ikarus & Co.") und am →Theater an der Winkelwiese (1997 Sinisterras "Von Läusen und Schauspielern"). Seit 1999 ist V. Leiter des Theaters Kanton Zürich, dort inszenierte er 2000 "Amerika gibt es nicht. Ein Abend mit Geschichten von Peter Bichsel", Fernand Chavannes’ "Von Trommeln und Träumen" und Shakespeares "Liebes Leid und Lust", 2001 die Uraufführung von →Hannes Glarners "Halloween in Wasterkingen oder Die Hexen von W.". Zusammen mit Rüegsegger Übersetzungen von Theaterstücken aus dem Italienischen, Spanischen und Katalanischen ins Deutsche, Italienische und Spanische.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Jordi Vilardaga, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2009.

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