Martin Gelzer

Aus Theaterlexikon
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* 30.8.1947 Bern. ∞ Gudrun Gabriel, Schauspielerin.

1967–69 Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien. 1969–73 Ensemblemitglied der Vereinigten Bühnen Graz, 1973 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, 1974–76 am Staatstheater Darmstadt (unter anderem Leonce in Büchners "Leonce und Lena", Regie: →Gerd Heinz; Arthur in David Storeys "Der Gutshof", Regie: Horst Siede; Edgar in Lasker-Schülers "Die Wupper", Regie: Michael Gruner), 1976/77 am Stadttheater Hildesheim, 1977–81 am Düsseldorfer Schauspielhaus (Arnold Kramer in Hauptmanns "Michael Kramer", Regie: Peter Beauvais), 1981/82 am Thalia-Theater Hamburg (Leonhard in Hebbels "Maria Magdalena" und Doppeltitelrolle in Schnitzlers "Fink und Fliederbusch", Regie jeweils: Beauvais), 1983–85 am Renaissance-Theater Berlin (Schürzinger in Horváths "Kasimir und Karoline", Regie: Heribert Sasse). 1985–87 und 1992–94 war G. am →Stadttheater Bern engagiert, wo er unter anderem Pedro in der Uraufführung von Schickeles "Am Glockenturm" (Regie: →Eike Gramss), Herzog in Goethes "Torquato Tasso" (Regie: Rüdiger Hacker), Matti in →Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (Regie: →Peter Borchardt) und Selim Bassa in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" spielte und 1986 die Schweizer Erstaufführung von Botho Strauß’ "Die Fremdenführerin" inszenierte. 1990–98 war G. Mitglied des →Berner Ensembles, unter anderem inszenierte er 1993 die Uraufführung von →Ernst Burrens "Schneewauzer" und 1995 die Uraufführung von →Ueli Remunds "Steizyt"). 1994–96 spielte er am Badischen Staatstheater Karlsruhe (Lövborg in Ibsens "Hedda Gabler", Regie: Istvan Bödy). Zwischen 1988 und 1998 hatte G. Gastverträge am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem 1988 Orest in Goethes "Iphigenie auf Tauris", Regie: Heinz; 1991 Charles in der Uraufführung von Monique Laederachs "Die Liebe ist schon mal erfunden worden", Regie: →Beatrix Bühler; 1993 Alfred in Herzbergs "Tohuwabohu"). Zudem war er als Regisseur und Schauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland tätig. Seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er Oberspielleiter des Schauspiels am Stadttheater Hildesheim (Intendant: →Urs Bircher). G. ist Autor der Theaterstücke "Hunds Besuch" (1991), "Eltern mit Sprecher", "Wohnen/Mitte 40" und "Hausflur" (je 1997), die alle durch das Berner Ensemble uraufgeführt wurden. 1989–96 war G. Schauspieldozent am →Konservatorium für Musik und Theater Bern.



Autor: Nathanael Busch



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Busch, Nathanael: Martin Gelzer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 693–694.

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