Muriel Gerstner

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* 9.12.1962 Basel.

Nach der Matura 1983–84 Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel. 1984–85 Bühnenbildvolontariat an den →Basler Theatern. 1985–88 Lehre als Theatermalerin am →Stadttheater Bern, 1988–92 Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, unter anderem bei Axel Manthey, Klaus Zehelein und Frida Parmeggiani. Seit 1990 freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Stückverträge am Stadttheater Luzern/→Luzerner Theater (1990 Bühnenbild für Marivaux’ "Der Streit", Regie: →Georges Delnon; 1992 Bühnenbild/Kostüme für Kleists "Der zerbrochene Krug", Regie: →Horst Statkus; 1994 Bühnenbild/Kostüme für Tschechows "Onkel Wanja" und Brittens "A Midsummer Night’s Dream", Regie: Philipp Himmelmann, musikalische Leitung: Christian Pollack; 1999 Bühnenbild für die Schweizer Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos "Die tödliche Blume", Regie: Reinhild Hoffmann, musikalische Leitung: →Beat Furrer). G. zeichnete auch für Bühnenbild/Kostüme der folgenden Koproduktionen des Stadttheaters Luzern/Luzerner Theaters mit den Internationalen Musikfestwochen verantwortlich: Ingomar Grünauers Oper "Winterreise" (Uraufführung 1994, Regie: Himmelmann, musikalische Leitung: Roger Epple), Monteverdis "Il trionfo dell’amore" (1996, Regie: Himmelmann, musikalische Leitung: Hans-Martin Linde) und Wolfgang Rihms "Jakob Lenz" (1997, Regie: Andreas Baesler, musikalische Leitung: Peter Kuhn). Am →Theater Neumarkt war G. unter der Direktion von →Volker Hesse/→Stephan Müller als Kostümbildnerin tätig, unter anderem für Peter Weiss’ "Marat/Sade" (1994, Regie: Müller), für die Uraufführung von Marcus Sterns "Giulietta degli spiriti" nach Federico Fellini (1995, Regie: Stern) und die Schweizer Erstaufführung von Wilson/Waits/Burroughs’ "The Black Rider" (Regie: Müller). Engagements an der Staatsoper Stuttgart, am Bremer Theater, am Staatstheater Braunschweig und an der Opéra national du Rhin in Strassburg. Seit 2000 kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sebastian Nübling und dem Musiker Lars Wittershagen unter anderem am Staatstheater Hannover, am Staatstheater Stuttgart ("I Furiosi" nach einem Roman von Nanni Balestrini, eingeladen zum Berliner Theatertreffen für Jugendtheater 2003) und am Theater Basel; dort beispielsweise Kostüme für Sarah Kanes "Gier" (2000), die Ausstattung zu Ibsens "John Gabriel Borkmann" (2001, eingeladen zum Berliner Theatertreffen; von der Zeitschrift "Theater heute" wurde G. dafür zur Nachwuchsbühnenbildnerin des Jahres gewählt) und Shakespeares "Romeo und Julia" (2002).

Auszeichnungen

  • 1997 Preisträgerin des Eidgenössischen Wettbewerbs für Gestaltung,
  • 2000 Eidgenössischer Preis für Gestaltung.


Autor: Christian Jauslin



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Jauslin, Christian: Muriel Gerstner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 699–700.

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