Ruth Baldor

Aus Theaterlexikon
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* 1.11.1899 Grasleben (D), † 16.11.1988 Bad Sooden-Allendorf (D), eigentlich Hedwig Emma Meta Büttcher. ∞ Martin Hellberg, Schauspieler und Regisseur.

Schauspielunterricht in Braunschweig, Debüt 1920 in Halberstadt (Elisabeth in Schillers "Maria Stuart"), erste Engagements in Königsberg und Breslau. 1926/27 unter der Direktion von →Ferdinand Rieser am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (unter anderem Amalia in Schillers "Die Räuber", Regie: Richard Rosenheim), 1927–29 am Reußischen Theater Gera, 1931–34 an den Städtischen Bühnen Magdeburg, 1934–36 am Thalia-Theater Hamburg. Danach hatte B. aus politischen Gründen zeitweise Auftrittsverbot. 1940/41 spielte sie an der Württembergischen Landesbühne Eßlingen, 1941/42 und 1945–51 an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, 1951–61 am Deutschen Theater Berlin (1951 Margarete von Parma in Goethes "Egmont", 1952 Xenia in Gorkis "Jegor Bulytschow und die anderen" und Olivarez in Schillers "Don Carlos", 1955 Titelrolle in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", 1956 Lady Bracknell in Wildes "Bunbury"), daneben als Gast unter anderem am →Stadttheater Luzern (1959 Titelrolle in →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder", Regie: →Christoph Groszer). Ab 1961 war B. in der BRD tätig (unter anderem 1962–67 an den Städtischen Bühnen Dortmund, 1968/69 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart), wirkte aber auch regelmässig in der Schweiz: 1961–70 als Gast am →Stadttheater Bern, Bern BE (unter anderem Mutter Wolffen in Hauptmanns "Der Biberpelz", Amme in Shakespeares "Romeo und Julia", Regie: →Gert Westphal, La Poncia in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", Regie: →Walter Oberer) sowie am →Atelier-Theater, Bern BE (1971 Frau Leu in →Adolf Muschgs "Rumpelstilz", Regie: →Paul Roland).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Ruth Baldor, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 104.

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