Anne-Marie Kuster

Aus Theaterlexikon
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* 10.7.1948 Rorschacherberg SG. ∞ →Christoph Bantzer, Schauspieler. Mutter der Schauspielerin Johanna Bantzer und des Drehbuchautors Aurel Bantzer.

Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München. 1970 Debüt am →Schauspielhaus Zürich als Gretchen in Goethes "Urfaust" (Regie: →Friedrich Dürrenmatt), 1970–72 Engagement am Schauspielhaus Zürich (1972 Titelrolle in der Uraufführung von Hansjörg Schneiders "Sennentuntschi", Regie: →Reto Babst), 1972/73 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (unter anderem Julia in Shakespeares "Romeo und Julia" und Luise in Schillers "Kabale und Liebe"), 1973–78 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (unter anderem: Elisabeth in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung", Regie: →Luc Bondy; Lena in Büchners "Leonce und Lena", Regie: Jérôme Savary; Peggy in Boothes "Frauen in New York", Regie: Rainer Werner Fassbinder; Nina in Tschechows "Die Möwe" und Klara in Hebbels "Maria Magdalena", Regie jeweils: Dieter Giesing), 1978–82 am Bayerischen Staatsschauspiel München (Titelrolle in Strindbergs "Fräulein Julie", Regie: Ingmar Bergman), 1982–85 erneut am Schauspielhaus Zürich (unter anderem: Anna Petrowna in Tschechows "Iwanow" und Isabella in Shakes­peares "Mass für Mass", Regie jeweils: Arie Zinger; Hanne Heiberg in Per Olov Enquists "Aus dem Leben der Regenwürmer", Regie: →Urs Schaub), 1985–91 am Thalia-Theater Hamburg (unter anderem: Maggie in Williams’ "Die Katze auf dem heissen Blechdach", Regie: Zinger; Kriemhild in Hebbels "Nibelungen", Regie: →Jürgen Flimm; Marion in Büchners "Dantons Tod", Regie: Ruth Berghaus; Sofia Egorovna in Čechovs "Platonov" und Königin Gertrude in Shakespeares "Hamlet", Regie jeweils: Flimm). 1991–2001 gehörte K. erneut zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich (unter anderem: Titelrolle in Klaus Pohls "Die schöne Fremde", Dolly in David Mamets "Das Kryptogramm", Olga in Tschechows "Drei Schwestern", Crescence in Hofmannsthals "Der Schwierige" und Agascha in Babels "Marija", Regie jeweils: Giesing; Hannah Jarvis in Stoppards "Arkadien", Regie: Peter Wood; Jenny in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", Regie: →Herbert Wernicke; Titelrolle in Ibsens "Hedda Gabler", Regie: Zinger; Laura in Strindbergs "Der Vater", Regie: Peter Palitzsch; Arsinoe in Molières "Der Menschenfeind", Regie: →Werner Düggelin; Arkadina in Tschechows "Die Möwe", Regie: Daniel Karasek). 1999 gastierte K. am Volkstheater Wien als Esme in David Hares "Amy’s Welt" (Regie: Zinger). Seit den achtziger Jahren kontinuierliche Fernseharbeit, unter anderem in "Tatort" und "Derrick". Seit 2002 Präsidentin des →SBKV.

Auszeichnungen

  • 1983 Schauspielerin des Jahres bei der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute",
  • 1997 Goldene Maske der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses Zürich.


Autorin: Kathrina Erizar



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Erizar, Kathrina: Anne-Marie Kuster, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1062.