Astrid Keller

Aus Theaterlexikon
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* 11.10.1956 Schaffhausen. ∞ →Leopold Huber, Regisseur und Autor.

Matura, danach 1975–78 Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Während der Ausbildung bereits Rollen am Ensembletheater Wien. Engagements 1977/78 am Burgtheater Wien, 1978/79 am →Stadttheater St. Gallen (Hedvig in Ibsens "Die Wildente", Lucile in Büchners "Dantons Tod" und Paula in Franz und Paul von Schönthans "Der Raub der Sabinerinnen"), 1979/80 am →Schauspielhaus Zürich (Lydia Krull in Sternheims "Die Kassette" und Blanche in Labiches "Das Sparschwein"), 1980/81 Gastrollen am →Stadttheater Bern (Julia in Shakespeares "Romeo und Julia") und am →Theater für den Kanton Zürich. 1981–89 war K. am Stadttheater Konstanz fest engagiert, 1989–93 als Gast (unter den Intendanzen von →Hans J. Ammann und Ulrich Khuon). Dort spielte sie unter anderem 1981/82 Lena in Büchners "Leonce und Lena" (Regie: Markwart Müller-Elmau) und Eve in Kleists "Der zerbrochne Krug" (Regie: →Joachim Preen), 1982/83 Wendla in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" (Regie: Siegfried Bühr) und Mariane in Molières "Tartuffe" (Regie: Preen), 1983/84 Lucia Petrella in Eduardo de Filippos "Der Bürgermeister oder Die Kunst der Komödie" und Elisabeth in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung", 1984/85 Elisabeth in Schillers "Don Carlos", Linda Christie in Woody Allens "Play It Again, Sam" und Dunjascha in Tschechows "Der Kirschgarten", 1985/86 Theres Ott in →Thomas Hürlimanns "Grossvater und Halbbruder" und Ismene in Sophokles’ "Antigone", 1987/88 die Schauspielerin in der Uraufführung von Daniel Dopplers "Hitchcock, eine Komödie" (Regie: Müller-Elmau) und Griselda in Caryl Churchills "Top Girls". 1990 war K. als Schauspielerin Mitglied des Gründungsensembles des →Seeburg-Theaters Kreuzlingen, wo sie seither in fast allen Inszenierungen tragende Rollen spielte und seit 1993/94 mit Leopold Huber auch in der Leitung tätig ist. K. gab beispielsweise 1990 Frau Biedermann in →Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter", 1991 Frau Hanusch in Horváths "Hin und her", 1995 Sarah in Pinters "Der Liebhaber" und Lena in Büchners "Leonce und Lena", 1996 die Titelrolle in Goldonis "Mirandolina", 1998 Nora in Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim", 2000 Katharina in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", 2001 Elmire in Molières "Tartuffe" und 2002 Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Zudem nahm sie 1998/99 und 1999/2000 Gastengagements am Schauspiel Hannover unter dem Schauspieldirektor Khuon wahr. Mehrere Radio-, Film- und Fernsehrollen.



Autorin: Simone Gojan



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Gojan, Simone: Astrid Keller, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 976.

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