Babett Arens

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* 7.7.1959 München (D). Tochter des Schauspielers und Regisseurs →Peter Arens und der Schauspielerin →Margrit Ensinger.

1976–79 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich. 1979–83 erstes Engagement an den →Basler Theatern (unter anderem Leonore von Este in Goethes "Torquato Tasso", Regie: →Urs Schaub, Lady Milford in Schillers "Kabale und Liebe", Regie: Petra Dannenhöfer). Danach Mitwirkung in freien Produktionen in Zürich (1985 Titelrolle in →Carl Zuckmayers "Katharina Knie" in einem Zirkuszelt, Regie: Peter A.), Paris und München. 1985–86 Ensemblemitglied des →Schauspielhauses Zürich, wo A. unter anderem Cecile Damunt in der schweizerischen Erstaufführung von →Thomas Hürlimanns "Stichtag" (Regie: →Matthias Langhoff) und Esther in Vitracs "Victor oder Die Kinder an die Macht" verkörperte. 1986–88 war A. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert (unter anderem Elise in Molières "Der Geizige", Regie: Wilfried Minks, Füchsin Ermelyn in Goethes "Reineke Fuchs", Regie: Michael Bogdanov). 1989 trat sie als Anna in Turrinis "Die Minderleister" (Regie: →Karl Paryla) und Guacinta in Goldonis "Trilogie der Ferienzeit" erneut am Schauspielhaus Zürich auf. Danach war A. meistens freischaffend tätig. Sie trat regelmässig am Volkstheater Wien auf, beispielsweise als Franziska in Lessings "Minna von Barnhelm" (1991), eine Nora in Jelineks "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte" und Elisabeth in Schillers "Maria Stuart" (beide 1992), in der Titelrolle von García Lorcas "Yerma" (1996), als Anna in Patrick Marbers "Hautnah" (1998), in der Uraufführung von Gert Jonkes "Insektarium" und in Jelineks "er nicht als er" (beide 1999), als Glorie in der deutschsprachigen Erstaufführung von Tom Zieglers "Grace & Glorie" und Margarethe von Österreich in Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" (beide 2000). Dazwischen war A. 1994–96 Ensemblemitglied des Burgtheaters Wien (unter anderem Kreusa in Grillparzers "Das Goldene Vlies", Regie: Hans Neuenfels). Ausserdem Gastverpflichtungen unter anderem am Schauspielhaus Zürich (1997 Fräulein Mertens in Musils "Die Schwärmer", Regie: Dieter Giesing), am Schauspielhaus Wien und am Bayerischen Staatsschauspiel München. Seit 2001 gehört A. zum Ensemble des Schauspiels Frankfurt am Main (unter anderem Isolde in Jelineks "Raststätte oder Sie machen’s alle", Laura in Sergi Belbels "Die Zeit der Plancks", Regie: Anselm Weber). Daneben spielte sie als Gast erneut am Volkstheater Wien (2003 in Horváths "Don Juan kommt aus dem Krieg"). Diverse Film- und Fernsehrollen, hauptsächlich in der Schweiz, etwa als Geistheilerin und Katzenbesitzerin in Markus Imbodens "Katzendiebe" (1996).

Auszeichnungen

  • 1991 Wiener Karl-Skraup-Preis für die Rolle der Franziska,
  • 1992 Förderungspreis zur Kainz-Medaille der Stadt Wien für die Rolle der Elisabeth.


Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Babett Arens, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 67-68.

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