Peter Arens

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1928 Freiburg im Breisgau (D), Sohn der Opernsängerin Charlotte A., ∞ →Margrit Ensinger, Schauspielerin. Vater der Schauspielerin →Babett Arens.

Schulen und Schauspielausbildung bei →Paul Kalbeck in Bern. 1947–50 erstes Engagement am →Stadttheater Bern, Bern BE (unter anderem: Claudio in Shakespeares "Zweierlei Mass", Regie: →Hans Lietzau; Beaumarchais in Goethes "Clavigo", Regie: Kalbeck; Bassanio in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig"). 1950–53 am Deutschen Theater Göttingen bei →Heinz Hilpert, unter dessen Regie er Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe", die Titelrolle in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" und Sigismund in Hofmanns­thals "Der Turm" darstellte. 1953 spielte A. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg Romeo in Shakespeares "Romeo und Julia" (Regie: →Werner Kraut). 1954–57 war er Ensemblemitglied an den Kammerspielen München und 1957–62 trat er am Bayerischen Staatsschauspiel München auf; in dieser Zeit verkörperte A. unter anderem Max Piccolomini in Schillers "Wallensteins Tod", Herzog Orsino in Shakespeares "Was ihr wollt" (Regie: Fritz Kortner), Engel in Giraudoux’ "Sodom und Gomorrha" (Regie: →Leonard Steckel) und Andrea Sarti in →Bertolt Brechts "Leben des Galilei" (Regie: Hans Schweikert/Erich Engel). Daneben gastierte er unter anderem am Burgtheater Wien (Orlando in Shakespeares "Wie es euch gefällt", Regie: →Leopold Lindtberg, Oberon in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Regie: →Werner Düggelin), am Theater in der Josefstadt Wien, bei den Salzburger Festspielen, am Schillertheater Berlin und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Seit 1962 Ensemblemitglied am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (wo er bereits 1961 als Gast die Titelrolle in Camus’ "Caligula", Regie: Düggelin) übernahm; es folgten die Titelrolle in Anouilhs "Becket oder die Ehre Gottes" (Regie: →Reinhart Spörri), Brick in Williams’ "Die Katze auf dem heissen Blechdach" (Regie: Düggelin), Titelrolle in der Uraufführung von →Friedrich Dürrenmatts "Der Mitmacher" (Regie: Andrzej Wajda), Titelrollen in Molières "Don Juan" und "Tartuffe" (Regie beide: Jean-Pierre Ponnelle), Petrucchio in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" (Regie: →Gerhard Klingenberg;), Titelrolle in "Der Entertainer" von Osborne und Dichter in Bernhards "Über allen Gipfeln ist Ruh". A. war auch als Regisseur tätig und inszenierte am Schauspielhaus unter anderem 1973 →Hansjörg Schneiders "Brod und Wein", 1975 Grumbergs "Dreyfus", 1981 →Urs Widmers "Stan und Ollie i dr Schwyz", 1986 Schneiders "Altwiibersummer" und 1992 Dorsts "Ich, Feuerbach". Daneben schrieb und inszenierte A. mehrere Hörspiele, gastierte unter anderem erneut am Burgtheater Wien (Titelrolle in Marlowes "Eduard II"), am Düsseldorfer Schauspielhaus (Titelrolle in Hamptons "Der Menschenfreund", Regie: →Elisabeth Bergner) und am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH (1998 Erzähler in Webers "Oberon", Regie: Johannes Schaaf), inszenierte am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Akademietheater Wien, bei den Burgfestspielen Jagsthausen, an den Kammerspielen Düsseldorf, am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg sowie 1982 Goethes "Faust" in der Wasserkirche Zürich, 1985 →Carl Zuckmayers "Katharina Knie" in einem Zirkuszelt in Zürich, 1987 seine Dialektbearbeitung von Chases "Mein Freund Harvey" unter dem Titel "My Fründ Hanspi", die auf Tournee gezeigt wurde (mit →Ruedi Walter), 1991 Emil Wächters "Berner Totentanz" als Produktion des →Stadttheaters Bern auf dem Münsterplatz, 1995 am →Bernhard-Theater, Zürich ZH Francis Vebers "Dinner für Spinner" (Dialektbearbeitung und Hauptrolle: →Jörg Schneider). Viele Tourneen und umfangreiche Film- und Fernsehtätigkeit in Deutschland und der Schweiz (unter anderem in →Franz SchnydersGotthelf-Verfilmungen, 1961 Kinesias in Kortners "Die Sendung der Lysistrata", 1968 Jocelyn in Kurt Hoffmanns "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung").



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Peter Arens, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 68-69.

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