Fridolin Mosbacher

Aus Theaterlexikon
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* 3.11.1921 Winterthur ZH, † 5.3.1959 Bern (Suizid).

Gesangsausbildung bei Alfredo und Cornelio G. Cairati in Zürich. 1948 bis zu seinem Tod am →Stadttheater Bern als lyrischer Kavaliersbariton engagiert. Seine grössten Erfolge errang M. in Opern von Donizetti (Malatesta in "Don Pasquale" und Belcore in "L’elisir d’amore"), Lortzing (Zar Peter in "Zar und Zimmermann"), Mozart (Guglielmo in "Così fan tutte", Figaro in "Le nozze di Figaro", Papageno in "Die Zauberflöte"), Nicolai (Herr Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor"), Puccini (Marcello in "La Bohème"), Rossini (Titelrolle in "Il barbiere di Siviglia"), Johann Strauß (Dr. Falke in "Die Fledermaus"), Tschaikowsky (Titelrolle in "Eugen Onegin") und Verdi (Posa in "Don Carlo", Giorgio Germont in "La Traviata" und Conte di Luna in "Il Trovatore"). M. gastierte häufig am →Stadttheater Zürich (unter anderem als Figaro und Papageno) und am →Stadttheater St. Gallen (als Tonio in →Ruggero Leoncavallos "I pagliacci", als Figaro in Mozarts "Le nozze di Figaro" und in der Titelpartie von →Othmar Schoecks "Don Ranudo"). Er sang ausserdem in den Uraufführungen von →Paul Hubers Kammer­oper "Das Schaufenster" den Techniker (1957 am Stadttheater St. Gallen, Regie: →Wolfgang Dörich, musikalische Leitung: →Max Lang) und von →Armin Schiblers "Der spanische Rosenstock" den Filenio (1950 am Stadttheater Bern, Regie: →Stephan Beinl, musikalische Leitung: →Niklaus Aeschbacher). Letzter Auftritt am Stadttheater Bern am 28.2.1959 in der Titelpartie von Verdis "Rigoletto". Häufige Verpflichtungen bei Radio Bern. Wirkte auch als Konzertsänger.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Fridolin Mosbacher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1278–1279.

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