Friedrich Burau

Aus Theaterlexikon
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* 22.10.1885 Dresden (D), † 26.5.1952 Basel.

Studium an der Akademie der Schönen Künste in Dessau und Dresden. Engagements als Schauspieler in Detmold, Zwickau und Rostock und 1909–11 am →Stadttheater Basel, gleichzeitig Leitung der "Sommertheater" von Küstrin und Thüringen. 1918 Niederlassung in Basel. 1918–21 Dramaturg, Regisseur und Schauspieler am Stadttheater Basel, wo er sich für modernes Drama einsetzte. B. inszenierte unter anderem →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" und Ibsens "Peer Gynt" und spielte Duncan in Shakespeares "Macbeth". Parallel dazu war er Oberregisseur am →Stadttheater Luzern. 1918 drehte B. als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller für die "Schweizer National-Film" (Basel) den erfolgreichen Bergfilm "Zu spät! Ein Drama in den Schweizerbergen". Es folgten unter anderem 1921/22 für die "Schweizer Film-Industrie AG" (Bern) das Bergdrama "Der Sinn des Lebens" sowie Dokumentarfilme über die Bergwelt. 1922 gründete er in Basel (zusammen mit Franz Schwank) die Verleihfirma "Ciné-Photo" und eröffnete ein Kino. In den dreissiger Jahren weitere Dokumentarfilme, dann Hinwendung zum volkstümlichen Schweizer Dialekttheater. In der Folge über hundert Inszenierungen von Schweizer Autoren, darunter zirka vierzig Uraufführungen, auf Basler Bühnen (→Quodlibet, →Baseldytschi Bihni, Basler Bühne, Basler Kammerspiele) sowie an Theatern der Innerschweiz (Gersau, →Theatergesellschaft Arth, Arth SZ, →Theatergesellschaft Root, Root LU). Künstlerischer Leiter der →Theatergesellschaft Buochs, Buochs NW. In Gersau wurde 1944 unter B.s eigener Leitung sein Dialektstück "Dä Bluotschtei" nach einer Erzählung von Meinrad Lienert uraufgeführt. Weitere Dialektstücke sowie Radioarbeit als Regisseur und Vortragender.



Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Elisabeth Bergner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 302.

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