Ursula Kübler

Aus Theaterlexikon
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* 6.9.1928 Zürich, Tochter des Schriftstellers und Kabarettisten →Arnold Kübler. ∞ 1954 Boris Vian, Schriftsteller, Musiker und Schauspieler.

Ausbildung in Zürich bei →Mario Volkart und an der →Schweizerischen Theatertanzschule. 1945–47 Engagement am →Stadttheater Zürich, Auftritte in Choreografien von →Hans Macke, zum Beispiel in den Uraufführungen von "Niobe" (Musik: →Heinrich Sutermeister) und "L’Ile enchantée" (Musik: →Jean Binet). Danach ging K. nach Paris, nahm Ballettunterricht bei Mme Rousanne, lernte Jazztanz und Akrobatik, wirkte in den ersten Werken →Maurice Béjarts mit und war ab 1949 bei den Ballets de Paris von Roland Petit, wo sie unter anderem in "Carmen" (Musik: Bizet) und "Le Loup" (Musik: Henri Dutilleux) tanzte. Ab den fünfziger Jahren Auftritte in über einem Dutzend Filmen, darunter in französischen Musicalfilmen sowie als Carla im Spielfilm "Vie privée" (1961, Regie: Louis Malle, mit Brigitte Bardot); daneben Auftritte im Moulin-Rouge und in Operetten mit der Truppe von George Reich. 1957 unterbrach K. ihre Karriere, die sie nach Vians Tod 1959 wieder aufnahm. 1960 tanzte sie im →Stadttheater Zürich die Lulu in Giselher Klebes "Menagerie" (Choreografie: →Jaroslav Berger), sang 1961 in Béjarts Version von →Bertolt Brecht/Kurt Weills "Die sieben Todsünden", choreografierte in Ariane Mnouchkines "Ein Sommernachtstraum" und arbeitete bei Inszenierungen von Arnold K.s Kabarettprogrammen mit. 1978 Gründung der Fondation Boris Vian. K. wohnte bis 1983 in Zürich, Paris und Eus; seither lebt sie in den Pyrenäen.

Literatur

  • Heimgartner, Susanna: Ursula Vian-Kübler. In: Du 3/1991.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Ursula Kübler in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1045.

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