Michael Schacht

Aus Theaterlexikon
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* 25.2.1941 Berlin (D).

1962–66 Schauspielausbildung an der Schauspielschule in Frankfurt am Main. Bereits während der Spielzeit 1964/65 erste Rollen an den Städtischen Bühnen und am Theater am Turm in Frankfurt, während der folgenden Saison am Staatstheater Kassel. 1966–68 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, dort verkörperte er unter anderem Mellefont in Lessings "Miss Sara Sampson", Beaumarchais in Goethes "Clavigo", Karl Moor in Schillers "Die Räuber", Dr. Jack Roberts in Elmer Harris’ "Johnny Belinda" und Matti in →Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (Regie: →Markus Breitner). 1967–68 bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall und den Gandersheimer Domfestspielen. 1968/69 spielte er am →Theater am Neumarkt in Zürich, unter anderem Marat in Alexej Arbusows "Das Versprechen". 1969 von Breitner an das →Sommertheater Winterthur verpflichtet, ging S. im Herbst desselben Jahres an das Nordmark-Landestheater in Schleswig. 1970/71 war er unter der Direktion von Breitner Gast am →Stadttheater Chur. 1970–72 am →Schauspielhaus Zürich, etwa unter der Regie von →Friedrich Dürrenmatt als Schüler in dessen szenischer Fassung von Goethes "Urfaust". Daneben gastierte S. 1971 in der Titelrolle von Goethes "Urfaust" am Städtebundtheater Biel-Solothurn. Auf die Spielzeit 1972/73 am →Stadttheater St. Gallen (unter anderem Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe" und Demetrius in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum") folgte 1974–78 am →Stadttheater Bern seine letzte Ensembleverpflichtung (beispielsweise Willy Carson in Edward Bonds "Die See", Camille Desmoulins in Büchners "Dantons Tod" und die Titelrolle in Goethes "Egmont"). Seit 1978 ist S. freischaffend. Er wirkte unter anderem 1978/79 am →Kleintheater Kramgasse 6 in Bern, 1981 am →Atelier-Theater Bern, 1983–88 als Interpret und Puppenspieler am →Berner Puppen Theater. Ab Ende der siebziger Jahre Interpret und Texter bei Schweizer Radio DRS, seit 1989 populär als Interpret der Hauptfigur der Kriminalhörspielreihe "Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney" von Roger Graf. Filmrollen, zahlreiche Hörspiele, Lesungen, Oratorien, Vertonungen (bis 2002 während rund dreissig Jahren Sprecher für die Blindenhörbücherei) und Synchronisationen, Off-Sprecher bei Schweizer Fernsehen DRS; Industrie-, Werbe- und Schulungsfilme. Autor von Gedichten und vom Rundfunk gesendeten Kurzgeschichten.



Autor: Michael Gautier



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Gautier, Michael: Michael Schacht, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1576–1577.

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