Cabaret Rüeblisaft, Baden AG

Aus Theaterlexikon
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Ensemble ohne eigene Spielstätte, 1953–76

Das C. entstand aus einem ad hoc zusammengestellten Kabarett-Ensemble der Schauspieler →Alfred Bruggmann, →Oskar Hoby, Regine Brandt und Rosmarie Knöpfli des →Stadttheaters St. Gallen, die 1953 für das 150-Jahr-Jubiläum des Kantons Aargau die Persiflage "Früsche Rüeblisaft" schufen (Premiere 20.6.1953 im →Kurtheater Baden, Baden AG). Auf Grund des Erfolgs gründeten Bruggmann und Hoby das C. Mit dem Programm "Ganz im Vertraue", bei dem zu den beiden Initianten sowie Brandt →Ines Torelli stiess, eröffnete das C. am 1.12.1954 das Theater im Kornhaus in Baden, das später sein Stammhaus wurde. Dort sowie auf Gastspieltourneen in der Schweiz, in Deutschland und Österreich zeigte das C. in der Folge meist ein- bis zweijährlich ein neues Programm, unter anderem "Mir chrided a" (1955), "Chumm, schick die Wösch!" (1956), "Hast noch der Brüder ja!" (1957), "Wir sind so frei!" (1958, Reprisenprogramm), "Rette sich, wer kann!" (1959), "Am besten nichts Neues" (1961, Reprisenprogramm), "Was wämmer no meh?" (1962) und "Situationen" (1967). Die Texte stammten mehrheitlich von Bruggmann, der auch Regie führte, aber auch von anderen bekannten Autoren wie →Walter Lesch, →Max Rüeger, →Charles F. Vaucher, →Hans Gmür und Fritz Sidler. Letzterer schrieb neben Lutz Harteck, →Tibor Kasics, →Werner Kruse, →Max Lang und anderen die Kompositionen und wirkte als Pianist. Weitere musikalische Begleiter waren Harteck, René Gerber und Werner Kaegi. 1956 ersetzte die Schauspielerin →Vera Furrer Torelli. Das C. nahm sich weniger politischer Themen an als des schweizerischen Alltags. Nach der Auflösung des C. 1976 wirkten Bruggmann und Furrer als Kabarett-Duo.

Literatur

  • Bruggmann, Alfred/Hoby, Oskar (Hg.): 10 Jahre Cabaret Rüeblisaft, 1963.


Autoren: Hans-Ueli von Allmen/Stefan Koslowski



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Von Allmen, Hans-Ueli/Koslowski, Stefan: Cabaret Rübelisaft, Baden AG, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 321–322.