Oliver Krättli

Aus Theaterlexikon
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* 13.5.1956 Chur GR.

1977–80 Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik und Theater in Bern, daneben erste Auftritte an der →Klibühni in Chur und am →Stadttheater Bern (1979 Ernst Röbel in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", Regie: Stephan Stroux). 1980–81 Aufenthalte in Modena, Breslau, Berlin und New York. Danach war K. als freischaffender Schauspieler tätig. Er spielte unter anderem am →Kleintheater Kramgasse 6 in Bern (1981 Jimmy in Osbornes "Blick zurück im Zorn"), bei den →Freilichtspielen Chur, am Grenzlandtheater Aachen (1982 Andri in →Max Frischs "Andorra"), am →Stadttheater Chur, an den Kammerspielen Düsseldorf (1984 Edmund in O’Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht"), am →Stadttheater Luzern (1986 Pylades in Goethes "Iphigenie", Regie: →Gian Gianotti) und beim →Musiktheater der Orchestergesellschaft Biel. 1986 war K. Gründungsmitglied der Künstlergruppe →In Situ in Chur, in deren Produktionen er in der Folge häufig mitwirkte (1992 Wladimir in Becketts "Warten auf Godot", Regie: Adrian Fry, 1993 Kratos/Okeanos in Aischylos/Heiner Müllers "Prometheus", Regie: →Wolfram Frank, 1995 Titelrolle in Adrian Frys "Matthieu" nach Hans Henny Jahnns Roman "Die Nacht aus Blei", 1997 Alfred Allmers in Ibsens "Klein Eyolf", Regie: Uschi Otten). Er spielte zudem 1988–91 bei der freien Zürcher Gruppe →Theater Coprinus (1990 Alexander in Gorkis "Vater") und 1993–99 an der Klibühni in Chur (1997 Marc in Yasmina Rezas "Kunst") sowie 1999 beim →Theater Hora in Zürich. Seit 2000 ist K. festes Ensemblemitglied am →Theater an der Sihl in Zürich (2001 Kreon in "Antigone" nach Sophokles). Diverse Film-, Fernseh- und Hörspielrollen sowie Soloprogramme und Lesungen. Zudem arbeitet K. als Regisseur des Kabaretts "DreIdee" und leitet Theaterkurse und Workshops.

Auszeichnungen

  • 1989 Förderungspreis des Kantons Graubünden.


Autorin: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Oliver Krättli, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1030–1031.

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