Hans Schatzmann

Aus Theaterlexikon
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* 13.2.1938 Aarau AG.

Lehre als Bauzeichner, dann 1958–61 Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich, unter anderem bei →Herman Wlach, →Erwin Parker, →Gustav Knuth und →Ernst Schröder. 1961 spielte er im Kellertheater von →Maria von Ostfelden an der Spiegelgasse in Zürich Dr. Sanders in Albrecht Goes’ "Das Brandopfer". Engagements 1961–63 am Städtebundtheater Hof (Andri in →Max Frischs "Andorra", Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren", Estragon in Becketts "Warten auf Godot", Merkur in Kleists "Amphitryon"), 1963–66 am Contra-Kreis-Theater Bonn (Algernon Moncrieff in Wildes "Bunbury", Regie: →Peter Borchardt), 1966/67 am Theater am Turm in Frankfurt am Main (Alcest in Goethes "Die Mitschuldigen") und 1967/68 am Stadttheater Hildesheim (Oswald in Shakespeares "König Lear"), 1968–72 am Schauspielhaus Dortmund (Licht in Kleists "Der zerbrochene Krug", Schweizerkas in →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder", Regie: Borchardt, Jacques in Shake­speares "Wie es euch gefällt", Wang in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan"). 1972–76 freischaffend: In diesen Jahren spielte S. am Zimmertheater in Heidelberg in Sartres "Geschlossene Gesellschaft" und inszenierte an der →Innerstadtbühne Aarau Mrożeks "Striptease" und Pinters "Die Kollektion", am →Kleintheater Kramgasse 6 in Bern Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"und Sartres "Geschlossene Gesellschaft", am →Stadttheater Chur Feydeaus "System Ribadier" und am →Galerietheater Die Rampe in Bern Brendan Behans "Richards Korkbein". 1975 Stückvertrag am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, wo S. 1976–96 fest engagiert war und in über hundert Produktionen spielte. Zu seinen Lieblingsrollen gehörten Augustin in →Hansjörg Schneiders "Der liebe Augustin" (1987, Regie: →Franz Matter), Mr. Jay in Taboris "Goldberg-Variationen" (1995) und Schlomo Herzl in dessen "Mein Kampf" (1996), Regie beide: →Rudolf Kautek. Ausserdem inszenierte er am Städtebundtheater 1978 Wolfgang Deichsels "S’Loch im Chopf" in der Dialektfassung von →René Scheibli, 1979 →Hans Weigels "Der eingebildete Doktor", 1980 →Heidi Diggelmann/Günter Rainers Märchen "Rumpelstilzchen" (nach den Gebrüdern Grimm) und Peter Shaffers "Schwarze Komödie", 1982 Osbornes "Blick zurück im Zorn" und Tschechows "Der Heiratsantrag". 1984–96 war S. im Vorstand des →SBKV. 1996 zog er nach Südafrika zu seiner Lebenspartnerin, der Schauspielerin und Zoologin Marion Garaï, die dort eine Elefantenbeobachtungsstation leitet.



Autor: Kurt Bigger



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigger, Kurt: Hans Schatzmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1584.

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