Heidi Diggelmann

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* 15.1.1936 Zürich, auch Heidy D. ∞ Jörg Rehberg, Jurist und Strafrechtsprofessor.

Nach dem Primarlehrerpatent 1957–59 Schauspielunterricht bei →Ellen Widmann, →Erwin Parker und →Peter Oehme. 1959 gab D. ihr Debüt beim →Cabaret Rotstift, 1960–62 spielte sie bei dem von →Roland Rasser gegründeten Cabaret Gygampfi. Als Mitglied des →Kammersprechchors Zürich wirkte sie 1959–64 in internationalen Konzerten (unter anderem mit Solosprechrollen) und 1963–70 jeden Sommer bei den Salzburger Festspielen in Goethes "Faust" (Regie: →Leopold Lindtberg) in chorischen Sprechrollen. 1961–63 Gastverpflichtungen an der →Komödie Basel und am →Kleintheater Kramgasse 6 in Bern. 1963–69 Engagements am Theater der Altstadt Stuttgart (unter anderem Kristina in Strindbergs "Ostern"), am Stadttheater St. Pölten (unter anderem die Titelrolle in Lessings "Minna von Barnhelm", Olga in Sartres "Die schmutzigen Hände", Selma in Hauptmanns "Die Ratten") und am Stadttheater in Baden bei Wien (unter anderem Constantia in Nestroys "Der Talisman"). 1969 Rückkehr in die Schweiz, wo D. seither freischaffend arbeitet: beim Gastspieltheater von →Walter Roderer (1970–72 Margret in Hopwoods "Der Mustergatte"), auf Tourneen, am →Theater für den Kanton Zürich, Winterthur ZH (unter anderem 1979 erste Schauspielerin in Pirandellos "Sechs Personen suchen einen Autor", Regie: →Reinhart Spörri, 1983 Karline Oberholzer in →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht"), am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (1974–81 unter anderem Hanna Kennedy in Schillers "Maria Stuart", Regie: →Alex Freihart, Katharina in Shaws "Helden", Betty Bernick in Ibsens "Stützen der Gesellschaft", Regie: Freihart), am →Sommertheater Winterthur, Winterthur ZH (seit 1965 unter anderem Beatrice in Shakespeares "Viel Lärm um nichts", Daja in Lessings "Nathan der Weise", Canina in Jonson/Zweigs "Volpone", Rosaura in Goldonis "Die venezianischen Zwillinge"), am →Stadttheater Luzern (1983 Lizzie in O’Caseys "Das Ende vom Anfang"), am →Kellertheater Goldige Schluuch in Winterthur (1984/85) sowie in Zürich am →Opernhaus in Musical-Produktionen, am →Corso-Theater, am →Theater am Hechtplatz und wiederholt am →Bernhard-Theater, Zürich ZH. 1994 und 1995 führte D. am Atelier-Theater Meilen Regie (unter anderem Priestleys "Ein Inspektor kommt"). D. trat mit diversen Lesungen und Rezitationsabenden auf. Sie machte Hörspiele und Synchronarbeiten. Ausserdem arbeitet sie als Sprecherzieherin und Koautorin von Kabarettnummern, Hörspielen und Märchendramatisierungen.



Autor: Christoph Kühn



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Christoph Kühn: Heidi Diggelmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 470.

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