Henning Köhler

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* 20.2.1933 Hannover (D), † 8.8.2004 Hochwald SO.

Nach dem Abitur in Hildesheim zunächst Buchhändlerlehre, dann Besuch des Konservatoriums in Hannover (Gesang und Klavier), schliesslich Schauspielausbildung in Hannover. Erstes Engagement 1959–61 an der Landesbühne Hannover. Danach 1961–63 am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel, 1963–67 am Schloß-Theater Celle und 1967–73 am Ulmer Theater. 1973–78 war K. unter der Intendanz von →Horst Statkus an der Städtischen Bühne Heidelberg verpflichtet, 1978 wechselte er mit Statkus an die Basler Theater/an das →Theater Basel, wo er unter Statkus und dessen Nachfolger →Frank Baumbauer bis 1993 engagiert war. In Basel spielte er unter anderem 1978 den Chor in allen drei Inszenierungen von Sophokles’ "König Oedipus", "Antigone" und "Oedipus auf Kolonos" (Regie: Friedrich Beyer), 1980 die Titelrolle in Tschechows "Onkel Wanja" (Regie: Beyer), 1981 Möbius in →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker" (Regie: →Joachim Preen), 1982 Malvolio in Shakespeares "Was ihr wollt" (Regie: →Volker Hesse), Thomas in Musils "Die Schwärmer" (Regie: Beyer) und Jean in der deutschsprachigen Erstaufführung von Ionescos "Reise zu den Toten" (Regie: →Wolfgang Quetes), 1983 Pastor Manders in Ibsens "Gespenster" (Regie: →Urs Schaub), 1986 Dr. Rank in Ibsens "Nora" (Regie: Jürgen Kruse), 1988 Freddy in →Andres Mürys "They Shoot Horses, Don’t They?"nach Horace McCoy, 1989 Egoruška in Čechovs "Ivanov" (Regie beide: →Jossi Wieler), 1989 Graf von Mörner in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" (Regie: →Stephan Müller), 1991 den Vater in →Max Frischs "Graf Öderland" (Regie: →Werner Düggelin) und 1993 einen Alten in der Uraufführung von Gerlind Reinshagens "Die fremde Tochter" (Regie: Christof Nel). K. schrieb zusammen mit Beyer "Leute von heute. Texte mit Musik für 13 Personen", die er auch selbst am Klavier begleitete (Uraufführung am 14.9.1979 in der Komödie Basel, Regie: Beyer) sowie eigene "Theaterlieder", die im Rahmen der Reihe "Nachtcafé"unter anderem mit →André Jung und →Desirée Meiser aufgeführt wurden. Zwischen 1989 und 1996 gastierte K. mehrmals unter der Direktion von Statkus am →Stadttheater Luzern. K. inszenierte unter anderem am Théatre de Pôche (→Kulturtäter) in Biel (Helmut Kraussers "Lederfresse"), sprach diverse Hörspielrollen und wirkt regelmässig in der szenisch-literarischen Programmreihe "Wintergäste" in Schloss Ebenrain in Sissach mit. Langjährige Tätigkeit als Schauspiellehrer, unter anderem seit den achtziger Jahren in seinem eigenen Schauspielstudio in Münchenstein.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Henning Köhler, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1012.

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