Bella Neri

Aus Theaterlexikon
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* 7.3.1942 Embrach ZH, eigentlich Isabella N.

1959–61 Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich, daneben Mitwirkung im letzten Programm des →Cabarets Federal in Zürich ("Schön ist die Jugend"). 1961–64 erste Auftritte am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem 1961 als Arabella in Lessings "Miss Sara Sampson", Regie: Heinz Dietrich Kenter). Danach Tourneen mit →Voli Geiler und →Walter Morath (1967/68 Tony in Barillet/Grédys "Die Kaktusblüte", auch am →Bernhard-Theater Zürich) und mit →Walter Roderer. Ab Anfang der sechziger Jahre spielte N. regelmässig in Aufführungen der →Zürcher Märchenbühne, etwa die Titelrollen in "Rumpelstilzchen" und "Der gestiefelte Kater" sowie den Seppli in "Räuber Hotzenplotz". Es folgten weitere Tourneen unter anderem mit →Ruedi Walter, →Margrit Rainer, →Inigo Gallo, →Stephanie Glaser und →Peter W. Staub. 1972 zwang ein schwerer Autounfall N. zu einer Unterbrechung ihrer Bühnentätigkeit. Ab Ende 1973 trat sie wieder als freischaffende Schauspielerin an verschiedenen Bühnen auf, häufig in Boulevardkomödien, Schwänken und Kindermärchen. Zwischen 1976 und 1993 spielte sie in rund zwanzig Produktionen des →Theaters für den Kanton Zürich (unter anderem 1989 die Titelrolle in →Paul Lohrs "Pinocchio" nach Carlo Collodi, Regie: Markus Emmenegger, 1992 Ruth in der Schweizer Erstaufführung von Taboris "Weisman und Rotgesicht", Regie: Lohr). Ausserdem Gastverpflichtungen unter anderem bei den Freilichtspielen Brig (1995 Jente in Jerry Bocks Musical "Anatevka"), in Kindermusicals am →Opernhaus Zürich, am →Theater Heddy Maria Wettstein Zürich, bei der Zürcher Märchenbühne (1995 Witwe Bohnenblust in "Tischlein deck dich", Regie: →Jörg Schneider, 2000 Wutz in "Urmel aus dem Eis" nach Max Kruse, Regie: Hubert Spiess), bei den Kammerspielen Seeb (2000 Helen in Esther Vilars "Eifersucht") sowie auf Tourneen, so 1998–99 in Schneiders Bearbeitung von Ray Cooneys "Alles uf Chrankeschii" (mit Schneider und →Erich Vock) und 2002 als Nell in Becketts "Ändspil" (Dialektfassung und Regie: Thomas Hostettler). Mehrere Filmrollen, etwa in Ladislav Vajdas "Die Schatten werden länger" (1961) sowie →Kurt Frühs "Es Dach überem Chopf", "Der 42. Himmel" (beide 1962) und "Im Parterre links" (1963). Beim Schweizer Fernsehen DRS in den achtziger Jahren Mitwirkung in diversen "Telearena"-Produktionen sowie Tätigkeit als Moderatorin (1968–71 bei der Magazinsendung "Tips für Sie" und 1977–88 bei der Werbesendung "Coop Mittwoch Studio"). Zahlreiche Rollen in Kinderhörspielen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Bella Neri, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1315–1316.

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