Andrej Togni

Aus Theaterlexikon
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* 5.12.1954 Zürich.

Ausbildung zum Sekundarlehrer an der Universität Zürich (Diplom 1977). 1977–78 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich, später Weiterbildung in experimentellem Theater und Jazztanz bei Wolfram Mehring in Paris sowie bei Rocky Greenberg und Luigi Facciuto in New York, ausserdem Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Luzern. Erste Engagements als Schauspieler 1978/79 an der Landesbühne Hannover, 1979/80 am Kinder- und Jugendtheater der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel und 1981 am Theater im Pott in Oberhausen. Danach war T. als freischaffender Schauspieler, Regisseur, Komponist und Musiker tätig, unter anderem bei der →Claque Baden (1986 Mann in →Peter Freiburghaus’ "Hot Lips"), bei den →Freilichtspielen Chur (1986 Musik und diverse Rollen in Nikolai Erdmans "Der Selbstmörder"), am Theater am Spittel in Bremgarten (1987 Gott Loh in der Uraufführung von →Christian Hallers "Götterspiele"), am →Atelier-Theater Bern (1988 Musik sowie Rolle des Musikers in Peter Hacks’ "Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" nach Goethe), bei →Spatz & Co. in Baden (1988 Lalo in José Trianas "Die Nacht der Mörder") und beim →Mo Moll Theater (1990 Musik sowie Christoph Kolumbus in "Kolumbus oder Die Faust, die Phrase und das Geld" nach Jura Soyfer). Für die →Theaterfalle Basel schrieb und inszenierte er 1989 das Stück "Zwischenwelt". Daneben Kurstätigkeit im In- und Ausland. 1991–93 war T. Mitglied von →Mad Dodo (beim Programm "De la musique à la folie"). Danach wirkte er wiederum freischaffend, unter anderem ab 1993 als Regisseur für die →Theatergesellschaft Sempach (zum Beispiel 1998 →Curt Goetz’ "Menagerie", 1999 →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl" in einer eigenen schweizerdeutschen Fassung). 1996–2001 leitete T. das →Kleintheater Luzern, zunächst zusammen mit →Marianne von Allmen, ab 1997 mit Silvia Amberg und Gabriela Gyr und ab 1998 als alleiniger Verantwortlicher. Am Kleintheater hatte 2001 auch seine Hommage an →Margrit Rainer "Ein Stück Margrit Rainer. Lieber en Maa im Huus als gar kei Ärger" Premiere, die später ebenfalls an anderen Schweizer Kleintheatern gezeigt wurde. 2001–03 war T. künstlerischer Leiter des Casinotheaters Winterthur. Diverse Hörspiel- und Fernsehrollen, beispielsweise beim Schweizer Fernsehen DRS in →Viktor Giacobbos Satiresendung "Viktors Spätprogramm" sowie seit 1999 im Konsumentenmagazin "Kassensturz" als kabarettistischer Produktetester Dipl. Ing. Paul Ochsner. Seit 1997 Vorstandsmitglied der →KTV; Jurymitglied des Schweizer Kleinkunstpreises "Goldener Thunfisch".

Auszeichnungen

  • zusammen mit Mad Dodo 1992 Deutscher Kleinkunstpreis.


Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Andrej Togni, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1950.

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