Beatrix Schwabe

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* 25.9.1918 Basel, auch Béatrice S. Tochter des Rudolf S.-Winter, Präsident der Theaterkommission des →Stadttheaters Basel, Enkelin des Hugo S.-Hegar, Direktor des Stadttheaters Basel.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Basel und Aufenthalten in Lausanne, Paris und London privater Schauspielunterricht bei →Alfred Braun in Basel sowie 1936–38 am Max-Reinhardt-Seminar in Wien (unter anderem bei →Paul Kalbeck und Helene Thimig), daneben kleine Rollen bei den Salzburger Festspielen in Hofmannsthals "Jedermann" und Goethes "Faust" (Regie: Max Reinhardt). 1937 als Gast am Stadttheater Basel (Titelrolle in Görners Bühnenbearbeitung des Grimm-Märchens "Schneewittchen und die sieben Zwerge", Regie: →Karlrobert Schäfer). 1938/39 Engagement am →Schauspielhaus Zürich, dort unter anderem Dunja in Victor Trivas/Georg Schdanofs "Schuld und Sühne" (nach Dostojewskij, Regie: →Leonard Steckel), Irmeltraut in der Uraufführung von →Cäsar von Arx’ "Der kleine Sündenfall" (Regie: Steckel), Cecily in Patricia S. Hares "Frl. Dr. med. Lawrence" (Regie: →Leopold Lindtberg), Bertha von Bruneck in Schillers "Wilhelm Tell" (Regie: →Oskar Wälterlin). 1939 Aktivdienst als Gruppenleiterin der Sanität. 1939–40 Engagement am →Stadttheater Luzern, unter anderem Helena in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Ann in Sutton Vanes "Überfahrt", Annette in →Arnold H. Schwengelers "Kleider machen Leute" und Anita Clive in Edgar Wallaces "Der Mann, der seinen Namen änderte". 1940 als Gast, 1941–45 fest engagiert am Stadttheater Basel, dort unter anderem 1940 Luise in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: →Willy Volker), 1941 Titelrolle in Schillers "Die Jungfrau von Orleans" (Regie: →Egon Neudegg), 1943 Molly Morran in Steinbecks "Der Mond ging unter" (Regie: →Robert Trösch). 1943 als Gast am →Stadttheater Bern (Julie in Molnárs "Liliom"). 1945–47 erneut am Stadttheater Luzern, als Gast am →Stadttheater Chur (1946 Ilonka in →Hans Müller-Einigens "Flamme" in der Regie des Autors), 1947 als Gast am Stadttheater Basel (Magd in der deutschsprachigen Erstaufführung von García Lorcas "Bernarda Albas Haus", Regie: →Ernst Ginsberg). 1948/49 zusammen mit ihrem Lebensgefährten →Otto Brefin an den Kammerspielen in Stuttgart engagiert. Nach 1950 nicht mehr bühnentätig, Rezitationsabende (Märchen, Lyrik), zahlreiche Hörspielrollen, Inszenierungen am →Basler Marionettentheater (1956 Mozarts "Zaide", 1960 Saint-Exupérys "Der kleine Prinz", 1968 "Kalif Storgg" von →Richard Koelner und →Gustav Gysin nach Wilhelm Hauff). Ab 1958 Lehrbeauftragte für Sprachgestaltung am Lehrerseminar und an der →Musik-Akademie der Stadt Basel, Arbeit als Atemtherapeutin. Parallel dazu 1956–63 Ausbildung am Institut für angewandte Psychologie in Basel und Zürich. Dann im Auftrag der Erziehungsdirektion des Kantons Basel-Landschaft als jugendpsychologische Beraterin tätig.

Literatur

  • Blubacher, Thomas: Befreiung von der Wirklichkeit? Das Schauspiel am Stadttheater Basel 1933–1945, 1995.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Beatrix Schwabe, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1646–1647.

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